Insignia 2020: Premium in der Mittelklasse

 

Opel beherrschte über viele Jahren und sogar Jahrzehnte hinweg die Mittelklasse, als die ein Premiumsegment war. Wer Kapitän, Admiral oder Diplomat fuhr, der war was und galt was. Nach langer Absenz trat der Insignia 2008 in diese Lücke. Jetzt gibt es ein Facelift mit vielen neuen Assis, einer überarbeiteten Optik und einem Ausleuchtungs-System, bei dem einem in der Tat „ein Licht aufgeht“.

Die neuen Motoren (allesamt ausschließlich Verbrenner ohne Mildhybrid, aber um 18 Prozent im Verbrauch gesenkt) wurden noch unter GM-Regie entwickelt Darunter ein auch im Astra eingesetzter 1,5 Liter großer Dreizylinder Diesel mit 122 PS, der den Einstieg markiert.  Ein auf Wunsch erhältlicher Selbstzünder mit zwei Litern Hubraum leistet 174 PS.

Zwei Zweiliter-Benziner mit 170 und 200 PS ergänzen die Motorenpalette.  Spitzenmodell ist der Insignia GSI mit einem 230 PS starken 2.0 Liter Turbobenziner. Dem Kraftpaket hat Opel eine neue Neunstufen-Automatik, einen elektro-hydraulischen Bremskraftverstärker von Brembo  sowie einen per Knopfdruck zuschaltbaren Allradantrieb spendiert.

Für die Kraftübertragung sorgen entweder  manuell geschaltete Sechsganggetriebe oder eine achtstufige Automatik, die 2250 Euro teurer ist.  Der leistungsstärkste  Benziner kostet 40.550 Euro und wird ausschließlich mit einer neunstufigen Automatik angeboten. Der große Benziner ist Opels erster Motor mit Zylinderabschaltung. Unter Teillast legt eine dreifache  Nockenwellenverstellung zwei „Töpfe“ ruhig.

Beim neuen  adaptiven  Intelli-Lux-LED-Pixel-Licht geht einem bei über 84 LED-Elementen pro Scheinwerfer (bisher 32) im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf. Gegenverkehr oder vorausfahrende Fahrzeuge können damit auch nach beiden Seiten hin noch feinfühliger ausgeblendet und damit der Sicherheitseffekt erhöht werden. Das neue Lichtsystem, das einen deutlich niedrigeren Energieverbrauch als konventionelle Scheinwerfer hat, und damit auch zur Kraftstoff-Einsparung beiträgt,  ist in den Ausstattungen Elegance, GSi Plus Line und GSi  serienmäßig. In anderen Linien kostet es im Paket mit der Verkehrsschilderkennung 1700 Euro.

Auch bei den Assistenz-Systemen hat Opel im Insignia 2020 zugelegt: Das sind unter anderem ein Rückfahr-Assistent, Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fußgängererkennung, ein adaptiver Geschwindigkeitsregler mit Notbremsfunktion, Verkehrsschilderkennung, automatischer Parkassistent und ein Head-up-Display. Optional  erhältlich ist auch die Notruffunktion E-Call.

Insgesamt wirkt der überarbeitete Insignia mit dem Chromumrandeten Kühlergrill niedriger und breiter. Damit liegt das Auto „satter“ auf der Straße. Der Einstiegspreis für den überarbeiteten Opel Insignia liegt bei 29.965 Euro für den  4,89 Meter langen Grand Sport (Limousine). Der 4,99 Meter lange Sports Tourer (Kombi)  beginnt bei 31.963 Euro. Opel strebt mit dem dergestalt optimierten Wagen vor allem eine deutliche Absatzsteigerung im Flottenkundengeschäft an.