SsangYong holt mächtig auf: Der neue Korando

Lange Jahre nur von den wirklichen „Autofreaks“ wahrgenommen und als Alternative auf Augenhöhe zur Konkurrenz angesehen, hat sich SsangYong mittlerweile dank einer ausgewogenen Modellpolitik und stetiger Angebots- und Qualitätssteigerung seiner Produktpalette einen Namen gemacht. Auf diesem Weg will der südkoreanische Privat-Importeur ganz bewusst weitermachen und präsentiert jetzt die Neuauflage seines SUV Korando. Der soll so etwas wie der „Fahnenträger“ der Marke werden. Jedes zweite in Deutschland verkaufte SsangYong-Fahrzeug soll im kommenden Jahr ein Korando sein. Zu bestellen ist er ab Ende September zu Preisen ab knapp 23.000 Euro.

Das Angebot an Antriebsaggregaten ist übersichtlich (je ein Benziner und Diesel), aber dafür bietet der Hersteller in fünf Ausstattungsvarianten eine Menge an Kombinationsmöglichkeiten an: Unter anderem Front- oder Allradantrieb,  sechsgängiges manuelles oder automatisches Getriebe und zudem jede Menge an Assistenz-Systemen, die vor allem im Sicherheitsbereich, oder auch in punkto Infotainment einen regelrechten Quantensprung bedeuten. Lediglich in der Basisausstattung „Crystal“ ist kein Allrad oder kein Getriebeautomat zu ordern. Allerdings rechnet man damit, dass der Großteil der Kunden sich im Kaufverhalten anders entscheiden wird.

 

Gemessen an der vorherigen Generation ist der Korando mit 4,45 Meter Länge insgesamt auch etwas breiter und flacher geworden. Und vor allem: SsangYong hat sich von einigen „Ausreißern“ im Design-Verhalten früherer Jahre verabschiedet. Nicht Prunk und Protz, aber dynamisch, sportlich und  dennoch etwa dezent: Das trifft’s wohl am besten bei der Beschreibung der Optik. Der Innenraum überzeugt mit geräumiger Attitüde (Kofferraum 551 Liter) und vielen Ablagen. Hinzu kommt eine Anhängelast von wie Tonnen, in der Kombination Diesel / Automatik in dieser Klasse ein gewichtiges Argument.

 

Für den Vortrieb sorgen zum Marktstart zwei neue Vierzylinder-Motoren: Ein 1,5 Liter großer Turbobenziner mit 163 PS  und ein 136 SP starker Diesel mit 1,6 Litern Hubraum. SsangYong hat vor allem im Bereich der aktiven und passiven Sicherheit viel an Boden aufgeholt und nachgebessert.  So gehören mittlerweile „Assis“ für Spurhalte- und Spur-Verlassenswarnung, wie auch Verkehrszeichenerkennung, Notbremsung oder adaptive Geschwindigkeitsregelung schon in der Basisvariante zum Angebot. Entscheidet man sich für die höchste Ausstattungsstufe (Sapphire) findet man dort sogar einen Totwinkel, wie einen Querverkehrswarner und einen Spurwechsel-Assistenten vor.  Als erstes Modell aus dem Hause SsangYong bekam er neue Korando sogar den Top-Wert von fünf Sternen beim EuroNCAP-Test.

Vor allen diese zusätzlichen Attribute werden das Interesse der Kundschaft wohl stärker als bisher ansteigen lassen, da sich die zum indischen Tata-Konzern gehörende Mareke auf diesem Gebiet Zurückhaltung auferlegt hatte. Verarbeitungsqualität und Ausstattung rechtfertigen durchaus den um 3000 Euro höheren Einstiegspreis im Vergleich zum Vorgänger. Insgesamt reicht die Preisspanne von 22.900 Euro für den Benziner mit Frontantrieb bis zu knapp 39.000 Euro für den Diesel mit Allradantrieb.

Im kommenden Jahr soll übrigens auf Korando-Basis ein Batterie-elektrisches Fahrzeug von SsangYong dessen ökologische Ausrichtung  dokumentieren. Im Moment spricht man von einer Reichweite etwa 450 Kilometern. Auf die weitere Entwicklung des ehemaligen „Underdogs“ darf man gespannt sein.