„So traurig“: Corona und der Junior-Schatz

Viele Unternehmen sind von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Sie müssen die Grundlagen ihrer Existenzen, seien es Hotels, Pensionen,  Cafés, Läden in Fußgängerzonen,  auf bisher noch unbestimmte Zeit schließen. Wissen oft nicht, wie es weitergehen soll. Doch es gibt auch  Sonderfälle. Die,  die in keine Kategorie ein zu ordnen sind, die in keine Schublade passen. Und die deshalb umso mehr betroffen sind,  weil das, was momentan gerade wie ein wirtschaftlicher Tsunami über das Land fegt, sie besonders hart trifft. Weil sie nicht wie andere ein ganzes Jahr, sondern bestenfalls eine Saison von ein paar Monaten haben, um ihre Bilanzen zu retten. –  Ein Besuch in Deutschlands größtem privatem Flugzeugmuseum in Hermeskeil, gelegen im Dreieck zwischen Trier, Saarbrücken und Luxemburg. Weiterlesen

Oldie-Check und Corona: Was ist zu tun?

Rund um die Osterfeiertage sind  bei oft sehr frühlingshaften Temperaturen und wärmenden Sonnenstrahlen „Himmel und Menschen“ unterwegs, um Freundes- und Verwandtenbesuche zu machen oder einfach eine schöne Ausfahrt zu genießen. Das gilt auch und vor allem für die Liebhaber und Besitzer von alten Fahrzeugen, Young- und Oldtimern also. Was aber ist in diesem Jahr schon normal angesichts der Kontaktbeschränkungen infolge des Corona-Virus. Weiterlesen

„Quäl Dich, Du Sau:“ Es muss nicht immer das Auto sein

Irgendwo, da war ich mir ziemlich sicher, also irgendwo musste doch noch eine von diesen vermaledeiten feuerfesten Gesichtshauben sein, die aus meinen längst der Vergangenheit angehörenden aktiven Rallyezeiten übrig geblieben war.  Jetzt, nach einer gefühlten halben Ewigkeit, konnte mir so ein Ding, das ich mir früher immer vor dem Start zur Wertungsprüfung eng anliegend über den Schädel gezogen hatte, nämlich mal wieder von Nutzen sein. Wenn ich nämlich schon den heroischen Entschluss gefasst hatte, irgendwo am Rande der Gefriergrenze die Fahrradsaison zu eröffnen, dann bitte schön aber auch so, dass mir unterwegs nicht sämtliche Gesichtszüge entgleisen sollten! Weiterlesen

Unterwegs im Opel Grandland X

Opel hat in den vergangenen Wochen und Monaten für erfreulich viele positive Schlagzeilen gesorgt. Nach langer Zeit mal wieder. Das ging einmal um Betriebs-Ergebnisse, aber auch um die Erweiterung, sprich auch um die Neu-Strukturierung der Modellpalette. Zuletzt stand dabei das Kompakt-SUV Grandland X ganz besonders im Focus. Als Hybride mit Benziner, zwei E-Motoren und Allradantrieb. Weiterlesen

Proace City: Toyota rundet Nfz-Palette ab

Toyota schließt unterhalb des Proace jetzt die Lücke in seinem Nutzfahrzeugangebot mit dem kompakten Proace City als Verso (Pkw-Variante) und als Transporter (Van). Beide Modelle sind das Ergebnis einer Kooperation mit dem französischen PSA-Konzern. Das heißt,  es gibt Schwestermodelle bei Peugeot, (Rifter) Citroen (Berlingo) und Opel (Combo).  Wie auch dort sind die Vorteile des Toyota-Ablegers neben dessen  kompakten Abmessungen vor allem ein großer, variabler Innenraum, die hohe Nutzlast und  die Umgestaltungsmöglichkeiten für die Pkw-Variante. Weiterlesen

Aus VLN wird LSR: Der Mythos bleibt

 

Gestern war VLN, heute ist Premiere. Analog zum Werbespot eines damals neu ins Leben gerufenen Bezahlfernseh-Senders, startet  am vorletzten März-Wochenende die neue Nürburg-Langstrecken-Serie. Rund 40 Jahre unter dem Namen VLN-Langstreckenmeisterschaft nach dem Hauptsponsor aus dem Mineralöl-Bereich bekannt, hat die größte Motorsportmeisterschaft der Welt, an der Privatiers und Profi-Rennställe teilnehmen, einen neuen Namen: Aus VLN wird LSR.

Den Fans, die auch in diesem Jahr ab dem 21. März wieder zu insgesamt neun Rennen über vier oder sechs Stunden Dauer an die Nordschleife pilgern werden, dürfte es egal sein. Merken werden sie ohnehin nichts davon, denn die Faszination bleibt die Gleiche. Zwischen 150 und 180 Fahrzeuge werden von Ende März bis Ende Oktober die „Grüne Hölle“ wieder zum Mekka des Langstreckensports machen. Zwischen Hatzenbach und Galgenkopf, am Brünnchen oder am Pflanzgarten, werden sich die „Petrol-Heads“ die Nasen an den Zäunen plattdrücken und  sich Benzinduft „reinziehen“.

In ihrer mittlerweile 66. Auflage  läutet die ADAC Westfalenfahrt schon traditionell als Auftaktrennen die neue Saison ein. Über vier Stunden geht es am Samstag, 21. März um Punkt 12 Uhr los, dann werden die Ampeln auf Grün geschaltet. Der inoffizielle Startschuss fällt jedoch schon  eine Woche vorher am traditionellen  Probe- und Einstelltag (14. März). Dann haben die Fans auch Gelegenheit, bei der  Serienpräsentation mittags im ring°boulevard Fahrzeuge und Piloten in Augenschein zu nehmen und „Benzingespräche“ zu führen..

Zur neuen Serie gibt es auch ein neues Logo. Dessen  zentrales Element ist der weltweit bekannte Nordschleifen-Streckenabschnitt „Caracciola-Karussell. Damit nimmt das neue Logo deutliche Anleihen an das traditionelle VLN-Kennzeichen der früheren Jahre. Und das nicht ohne Grund: Der Nürburgring sei laut einer Marktforschung „95 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ein Begriff und eine sehr starke Marke, die nur unsere Serie in dieser Form zukünftig auch im Namen nutzen darf“, erklärt  dazu Christian Stephani, der seit dem 1. Januar 2020 die Geschäftsführung der VLN VV GmbH & Co. KG übernommen hat. Das stärke den  Status als „einzige echte Nürburgring-Serie, die ihre Rennen ausschließlich in der Grünen Hölle austrägt.“

Außer dem neuen Namen bleibt eigentlich alles beim Alten: Die Nürburgring Langstrecken-Serie glänzt mit viel  Action und einem prominenten Fahrerfeld. Etwa  165 Fahrzeuge erwartet der Veranstalter auch in diesem Jahr pro Rennen.  Wobei das Teilnehmerfeld genau so bunt und abwechslungsreich ist wie in den vergangenen Jahren. Die Bandbreite der Fahrzeuge reicht von den extremen Rennboliden der  GT3-Klasse  wie  Audi R8, BMW M6 GT3, Mercedes-AMG GT3 oder Porsche 911 GT3 R bis hinunter zu den „aufgemotzten“ Serien-Fahrzeugen  wie  Renault Clio, Honda Civic, Opel Astra, Calibra und natürlich dem legendären Opel Manta. Bekannteste und auch potenteste Teams der Rennserie sind  ROWE Racing, Manthey-Racing, Phoenix Racing, Walkenhorst-Motorsport, GetSpeed Performance, Frikadelli-Racing oder auch  das Wochenspiegel Team Monschau.

Tickets kosten  18 Euro pro Person. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Alle Rennbesucher erhalten Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und dem Fahrerlager. Sie  können beim Pitwalk zwischen Training (8:30 bis 10 Uhr) und Rennen (Start 12 Uhr) in der Boxengasse den Teams bei der Arbeit über die Schulter schauen und im Anschluss daran die Startaufstellung besuchen. Tickets sind über die kostenlose Tickethotline 0800 20 83 200, den Nürburgring Online-Shop sowie vor Ort im info°center und an den Zugängen zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und zum Fahrerlager erhältlich. Weiterlesen

Trotz Corona: Autojumble findet statt

Oldtimer haben in unserem Nachbarland, dem Großherzogtum Luxemburg, seit jeher eine ganz besondere Liebhaber-Schicht. Das liegt auch am Börsenplatz Luxemburg. Viele Banker und Menschen, die von diesem internationalen Arbeitsplatz partizipieren, haben Freude an gut erhaltenen und /  oder restaurierten historischen Fahrzeugen. Der „Autojumble 2020“ findet trotz der momentanen Unsicherheit bei der Durchführung von Großveranstaltungen wegen des Corona-Virus statt.

 

Der „Autojumble 2020“ auf dem Gelände der LuxExpo „The Box“ in Kirchberg  am Wochenende 7. / 8. März ist eine ganz besondere historische Fahrzeugausstellung. In jedem Jahr, am ersten März-Wochenende, strömen viele Enthusiasten zur luxExpo, um diese Autos, die Geschichte geschrieben haben, zu entdecken oder wiederzuentdecken.  Organisiert wird der „Autojumble“  regelmäßig von der LOF, der Luxembourg Oldtimer Fédération.

Neben den ausgestellten Fahrzeugen auf eigenen Flächen in der „Box“ auf dem Plateau Kirchberg gehören Workshops und Konferenzen mit zum Themenangebot an diesem Wochenende. Der Luxemburger Oldtimer-Verband fordert bereits seit Jahren die Einführung einer speziellen technischen Kontrolle für Fahrzeuge, die als “historische Fahrzeuge” eingestuft sind.

„Grüne Hölle 2020“: Die Formel 1 ist passé

Vor mittlerweile fast sieben Jahren, genauer gesagt  2013, drehte die Formel 1 zum letzten Mal ihre Runden auf der Grandprix-Strecke des Nürburgrings. Dass Sebastian Vettel  damals am 7. Juli  in einem Red Bull mit Renault-Antrieb als Sieger die Eifel zum Beben brachte, wirkt mittlerweile wie ein Relikt aus der motorsportlichen Steinzeit. Nicht nur, weil der Heppeneheimer und sein neuer italineischer Arbeitgeber nicht gerade zum Erfolgs-Duo mutierten.

 

Inzwischen ist Deutschland Formel-1-Diaspora. Nicht nur im nördlichen Rheinland-Pfalz,  sondern auch im Badischen, auf dem Hockenheimring, ist die vielzitierte Königsklasse des Motorsports mittlerweile ad acta gelegt. Wann immer der Nürburgring seitdem auf seiner jährlichen Pressekonferenz („Media Launch“)  vor dem Beginn der neuen Saison die Journalisten an den Rand der „Grünen Hölle“ eingeladen hatte, um sein Programm für die neue Saison vor zu stellen, stand deshalb die Frage nach einer (möglichen) Rückkehr des ehemaligen „Zirkus Ecclestone“  im Raum. Fragen zur Formel 1 dort oben gehörten zum Standard-Repertoire wie der Kaffee und das Wasser beim Frage-und-Antwortspiel zwischen Ring-Oberen und Journaille.

Als der „Media Launch 2020“ am Mittwoch dieser Woche vorbei war, stand das Dauerthema Formel 1 weder in den Ausführungen von Nürburgring-Geschäftsführer Mirco Markfort, noch im Fragenkatalog von Print- Rundfunk- und Fernsehleuten an. Die Formel 1, so hat es den Anschein, ist am Rand der „Grünen Hölle“ sieben Jahre nach ihrem wohl letzten Rennen am „Ring“  kein Thema mehr.  Stattdessen mutiert die Rennstrecke im ehemaligen „Armenhaus der Natuion“  inzwischen immer mehr zur Multifunktions-Location und ist auch wirtschaftlich auf dem Weg der Gesundung. Jahrelang stand das gesamte Areal  als Symbol für Misswirtschaft und Steuerverschwendung in den Schlagzeilen. Unter der neuen Führung hat der vielgepriesene „Mythos Nürburgring“ intwischen wohl eine echte Chance für die Zukunft.

Die Rennstrecke sei von Mitte März bis Mitte November zu 100 Prozent ausgelastet, erklärte Markfort vor dem ersten  „Rollout“ 2020  nicht ohne sichtbaren Stolz. Zudem könne  man eine neue attraktive Motorsportserie mit FIA WM-Prädikat  und eine dazu gehörende , eigens geschaffene Event-Arena vorweisen.  Auch die Shops auf dem einst als seelenlosen „Friedhof“ geltenden Boulevard seien mit  multifunktionalem  Unterhaltungs-Angebot ausverkauft.

Veranstaltungen mit Eventcharakter für Firmen, Familien und Privatpersonen seien, so Markfort,  wohl  der richtige Weg des Unternehmens.  „Wir haben 400 Events in diesem Jahr in den Lounges und am Ringwerk und sind noch lange nicht am Ende. Die Rennstrecke ist von März bis November ausgelastet. Dazu kommen Rad- und Ausdauersport, das Musikspektakel  „Rock am Ring“, und eine Darts-Gala mit den Weltbesten dieses Sports.“  Der Nürburgring-Chef war am tiefsten Punkt der GP-Strecke, in der Müllenbachschleife, bei der Vorstellung des neuen Programms fünf Jahre nach seinem Amtsantritt bester Laune. „Die Bilanz  2019 weist  Zuwächse der Besucherzahlen in allen Bereichen aus.“ In Zukunft wolle man  den Fokus noch mehr auf die Weiterentwicklung der Firmenkunden-Veranstaltungen legen.

Von der Formel 1 spricht in der Eifel schon lange niemand mehr. Sie wirkt inzwischen fast wie ein vergessenes Relikt. Stattdessen bezeichnete Markfort den erstmaligen Auftritt der FIA World Rallyecross Championship am 1. / 2. August  als ein Format,  das „mit kurzen knackigen Rennen, unmittelbarer Nähe zu den  Fans sowie  permanenter Action vor allem junge Leute anzieht.“ Diejenigen, die der Formel 1 in der Eifel hinterher trauerten, seien „größtenteils noch mit Schumacher groß geworden.“

In nur drei Monaten wurde in der Müllenbachschleife eine WM-Strecke mit Kies- und Asphalt-Untergrund aus dem Boden gestampft. Die Tribünen bieten Platz für maximal 30.000 Zuschauer und versprechen, so Lokalmatador Timo Scheider in einer Video-Botschaft, „richtig geile Rennen.“ 600 PS unter der Haube, in 1,9 Sekunden von Null auf 100. Mehr „Schmackes“ als die Dienstfahrzeuge der Herren Hamilton, Vettel und Co.  Das versprich am ersten August-Wochenende eine „volle Hütte.“

Doch die diversen Motorsport-Rennserien  alleine sollen und werden  die Menschen 2020 nicht an den Ring ziehen.  Neben dem Konzert-Dino „Rock am Ring“ mit rund 85.000 Muskifans ziehen „Rad am Ring“, der „Strongman-Run“ und zum ersten Mal eine Darts-Gala die Menschen in die Eifel. Am 1. / 2. September soll der Nürburgring zum „Eifel-Ally Pally“, dem Mekka der weltbesten Pfeilwerfer, werden. Einige wenige Karten gibt es noch für den Auftritt von Phil „The Power“ Taylor und Co. Markfort, der von Umsätzen „in dreistelliger Millionenhöhe“ spricht, sieht sich selbst „mit Stolz als Teil eines tollen Teams, dem der Ring mit allem, was dazu gehört, am Herzen liegt.“