Toyota und der Sportler des Jahres

Der japanische Autobauer Toyota ist seit 2015 einer der Hauptsponsoren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Bei insgesamt olympischen und paralympischen Sommer- und Winterspielen kann sich der Weltmarktführer bis 2024 sich als Hauptsponsor präsentieren. Doch das Unternehmen ist auch Partner des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und von Teamdeutschland.de. Weiterlesen

Abarths Vermächtnis: Der Skorpion wird 70

Es ist eines der bekanntesten, aber auch exklusivsten Logos in der Geschichte des Automobils: Der  schwarze Skorpion auf gelb-schwarzem Untergrund: Der Skorpion, das war das Sternzeichen des im November 1908 geborenen Karl (Carlo) Abarth. Ein Mann, der der Entwicklung emotionaler, leistungsstarker Fahrzeuge für den „kleinen Mann“, also für den nicht bis zum Überfluss gefüllten Geldbeutel, seine ganze Schaffenskraft verschrieben hatte. Und der dabei eine Legende mit Passion zum Besonderen für viele Jahrzehnte schuf. Weiterlesen

Ziemlich abart(h)ig: Der Skorpion und das Auto

Italienischen Autos sagt man nach, dass sie eher an das Bauchgefühl appellieren denn an den Verstand. Das mag bei einem Fiat Ducato weniger ausgeprägt sein als bei anderen Modellreihen. Doch wenn es um die sportlichen Varianten  geht, dann macht den Italienern so schnell keiner was vor.  Ein Parade-Beispiel dafür sind die Fahrzeuge, die auf der Idee des einst als österreichischer Staatsbürger Karl Abarth nach Italien ausgewanderten Liebhabers leistungsgesteigerter kleiner Fahrzeuge fußen. Aus Karl wurde Carlo und aus Abarth ein italienisches Kultmobil.

1971 kaufte Fiat das von Abarth 1949 gegründete Unternehmen auf. Das Label, Abarths Sternzeichen Skorpion,  stand fortan auf gelb-schwarzem Grund für den italienischen Rennsport des „kleinen Mannes“. Bei Fiat war vor allem der 500 die Basis für die flotten Rennsemmeln, die vorzugsweise mit rot-weißen Rallyestreifen und einem für ihre „Größe“ infernalischem Sound auf sich aufmerksam machten. Klein und wendig mussten Abarths Autos sein: Kurze, knackige Überhänge, kaum Gewicht, dafür ordentlich Leistung im Heck: Das war und das ist ein Abarth bis heute.

Inzwischen ist Abarth als Mitglied  der FCA Group (Fiat Chrysler Automobiles) eine Marke für sportliche kleine Serienfahrzeuge. Dort hat man  sich seit dem Start im Jahr 2008 mit 20 Händlern prächtig entwickelt. Heute weist Abarth 154 Verkaufs-Niederlassungen auf.

Dort möchte man vor allem, junge Rennsport-begeisterte Kunden, aber auch die sogenannten „jungen Alten“  ansprechen. 3787 Einheiten habe man 2017 an den  Kunden bringen können. Die Steigerungsrate habe stets um die 30 Prozent betragen.  Zum Portfolio von Abarth gehören die Baureihen Abarth 595 in vier Versionen als  Limousine und als Cabriolet. Hinzu kommen die Sondermodelle 695 wie etwa der 695 Rivale oder der tributo Ferrari mit 180 PS.  Wunderbare Eyecatcher sind der offene Abarth 124 Spider und der 124 GT.  Im Abarth-Markenclub „The Scorpionship“ treffen sich Gleichgesinnte, geben Tipps und tauschen Erfahrungen aus.

Abarth bietet derzeit vier Modell-Versionen an: Das sind der 595, (210 km/h, ab 18.490 Euro),  Abarth 595 Pista, (216 km/h, ab 21.190 Euro), Abarth 595 Turismo (218 km/h, ab 22.490 Euro)  und Abarth 595 Competizione (225 km/h ab 25.190 Euro).  Dieser ist mit Schalensitzen „Abarth Corsa by Sabelt“ ausgestattet, verfügt über Koni-Dämpfer und eine Hochleistungs-Bremsanlage von Brembo.

Für den Vortrieb der kleinen italienischen Kraftzwerge sorgt jeweils der 1,4-Liter-Turbobenziner mit Leistungen von  145 PS bis 180 PS.  Der Motor erfüllt  in allen Versionen die Schadstoffnorm Euro 6 und ist in der Regel  mit manuellem Fünfgang-Getriebe kombiniert.  Optional ist das  automatisierte, sequenziell geschaltetes Getriebe „Abarth Competizione“ mit Schaltwippen.

Den Wurzeln des Firmengründers Carlo Abarth ist die Marke immer treu geblieben. Die Rennserie „Trofeo Abarth selenia“ umfasst sieben Veranstaltungen auf europäischen Rennstrecken.  Abarth unterstützt die Nachwuchs-Rennserie Formel 4 als offizieller Motorenlieferant.  Dazu gehört die ADAC Formel 4.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

Limitierte Sonderedition: Skoda legt Fabia R5 auf

Skoda  feiert den zweiten Titelgewinn in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2) in Folge mit einer sportlichen Sonderedition: Der in Deutschland auf 600 Exemplare limitierte Skoda Fabia  R5 besitzt als einzige Version dieser Baureihe einen 1,4 TSI-Benziner, der 125 PS leistet.

Die  Sonderedition glänzt mit einem  tiefergelegten Sportfahrwerk, 17-Zoll-Felgen, einem  Infotainment-Navigationssystem, Sportsitzen und Multifunktions-Sportlenkrad. Er  kostet 22.990 Euro. Das bedeutet laut Hersteller einen Preisvorteil von 2.000 Euro gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Serienmodell.

Der FABIA R5 geht in Candy-Weiß mit einem in Black-Magic Perleffekt lackierten Dach an den Start. Zahlreiche mattschwarze Applikationen unterstreichen den vom Rallye-Sport inspirierten Look. Die Sonderedition ist an einer schwarz folierten Fläche auf der Heckklappe sowie den Plaketten ‚Edition R5‘ am Heck und an den hinteren Radhäusern zu erkennen

Der  1,4 TSI-Benziner mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) sorgt für ausreichend Vortrieb. Die Spitzenleistung von 125 PS resultiert in einer Höchstgeschwindigkeit von 203 km/h und ermöglicht den Sprint von 0 auf 100 km/h in 8,8 Sekunden. Ein straff abgestimmtes und tiefergelegtes Sportfahrwerk sorgt für hervorragende Straßenlage. Mit Alcantara bezogenen, beheizbare Sportsitze. und Multifunktions-Sportlenkrad unterstreichen den dynamischen Charakter der Sonderedition.

Das serienmäßige Navigationssystem mit digitalem Radio DAB+ besitzt eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Škoda Connect. Jeder der 600 in Deutschland verfügbaren FABIA R5 erhält ein Zertifikat mit seiner individuellen Nummer. Die Sonderedition ŠKODA FABIA R5 ist ab sofort für 22.990 Euro bei deutschen Skoda Autohäusern bestellbar.

Quelle: Skoda Presse-Service

Frühjahrscheck: Was Oltimer-Freunde wissen (und machen) sollten

Der Frühling soll, allen Unkenrufe zum Trotz, irgendwann in den nächsten Tagen doch noch kommen. Höchste Zeit für die stolzen Besitzer von Oldtimern und / oder Cabrios ihre „Schätzchen“, die während der kalten Monate in der Garage gestanden haben, wieder flott zu machen. Wir zeigen, auf was man beim Frühjahrscheck achten muss und wovon man als Laie am besten selbst die Hand lassen soll. Weiterlesen

Bilanz der Techno Classica 2018: „Altmetall“ mit Herzblut

Nach wie vor setzte die Techno-Classica unerreichte Bestmarken. Sie machte Essen für fünf Tage wieder zur Hauptstadt des Klassiker-Universums und ist mit über 188.000 Gästen der publikumsstärkste Klassiker-Salon weltweit.

 Seit vielen Jahren belegt die Techno-Classica das gesamte Essener Messegelände mit rund 1.250 Ausstellern aus über 30 Ländern. Zu deren Angeboten zählten rund 2.700 Liebhaber- und Sammlerfahrzeuge – vom Youngtimer VW Polo bis zum seltenen Alfa Romeo 6C 2500 aus dem Jahr 1946 mit spektakulärer Pinin Farina Karosserie. „Ich bin jedes Jahr von der Fülle des Angebots auf der Techno-Classica begeistert. Und ich freue mich, dass es so viele Menschen gibt, die  weite Anreisen nach Essen in Kauf nehmen, um ihre Leidenschaft für klassische Automobile mit Gleichgesinnten zu teilen“, sagt Helmut Eberlein, verantwortlich für Ferrari Classiche in Essen.

 Mit  Klassikern, die sie sonst eher unter Verschluss halten, faszinierten rund 20 Historien-Sparten der namhaftesten internationalen Automarken auch in diesem Jahr die Messe-Besucher, die aus mehr als 40 Nationen nach Essen strömten. So betont etwa Sascha Wolfinger, Pressechef der FCA mit den Marken Abarth, Alfa Romeo, Fiat und Lancia. „Die Techno-Classica ist für uns die wichtigste deutsche Klassik-Messe. Hier finden wir ein internationales Publikum.“ Und Thomas Frank, Leiter Audi Tradition fügt hinzu: „Seit 1999 sind wir auf der TechnoClassica Essen vertreten – sie ist die Weltmesse im Herzen von Deutschland mit einem riesigen internationalen Einzugsgebiet.“ Alexander Fabig, Leiter Porsche Classic, schätzt an der Klassik-Weltmesse die Resonanz aus dem Publikum: „Für uns ist die Qualität und die fachliche Kompetenz der Besucher wichtig.“

Welchen Stellenwert die Automobilhersteller der Techno-Classica Essen beimessen, verdeutlicht auch die Tatsache, dass gleich zwei große Marken die Klassik-Messe als Schauplatz für Deutschland-Premieren nutzten, um neue Modelle als logische Fortschreibung ihrer Historien im Zusammenhang mit ihren klassischen Vorgängern zu präsentieren: Mercedes-Benz zeigte erstmals die neue G-Klasse der deutschen Öffentlichkeit, und Peugeot präsentierte anlässlich des 40. Geburtstags des legendären Peugeot 504 sein aktuelles Pendant, den nagelneuen Peugeot 508.

 Für den Handel mit klassischen Automobilen zeigte sich die Essener Messe abermals als Trend-Barometer: „Wir nutzen die Techno-Classica als Indikator für künftige Marktentwicklungen – durch den intensiven Erfahrungsaustausch mit vielen Experten während der Messe dient sie uns als Stimmungsbarometer“, bestätigt Martin Stromberg, Geschäftsführer von Classic Data, des ältesten und marktführenden Unternehmens zur Bewertung klassischer Fahrzeuge in Deutschland.

Das Angebot besonders auf dem Premium-Sektor ist exzellent und eine Auswahl der Feinsten vom Besten. Das zeigt auch der von einer internationalen Jury zum „Best of Show“ gekürte Klassiker: ein Maserati A6 G 2000 Zagato aus dem Jahr 1956. Als einer von lediglich drei Werksfahrzeugen ist er nicht nur perfekt restauriert, sondern kann auch eine lückenlos dokumentierte Historie vorweisen.

Der Klassiker-Markt, so die allgemeine Erkenntnis, hat sich nach dem Hype der vergangenen Jahre beruhigt und ist wieder berechenbarer geworden – er hat sich auf hohem Niveau konsolidiert. Gleichwohl gab es im riesigen Angebot der Techno-Classica Essen wieder einige herausragende Verkäufe: Ein Mercedes-Benz 300 SL Roadster mit Hardtop, Scheibenbremsen und dem seltenen Alumotor brachte  seinem Verkäufer nach dessen Angaben stattliche 1,6 Millionen Euro (!), und ein BMW M5 aus dem Jahr 1993 war einem Käufer stolze 90.000 Euro wert.

Rund 200 Oldtimer- und Markenclubs präsentierten 2018 sich und ihre Dienstleistungen auf meist faszinierend gestalteten Ständen. Ihr Engagement erkennt die S.I.H.A. als Veranstalter alljährlich mit Preisen für die fantasievollsten Präsentationen an. Zu den Evergreens unter den Clubs zählt die weltweit 70.000 Enthusiasten zählende Amicale Citroën Internationale, die sich als Clubgemeinschaft „Citroën-Straße“ präsentiert. Deren Initiator Stephan Joest bringt es auf den Punkt: „Zum 30. Mal dabei; 30 Mal viel Spaß gehabt – beim größten Familien-Treffen der Szene.“  Ob Sammler-Fahrzeuge, Modellautos, Kunst, Auto-Literatur, oder Ersatzteile: In Essen hat jeder Besucher die Gelegenheit sich mit allem zu versorgen, was er für die Ausübung seines Hobbys braucht. Es ist das Herzblut für Oldtimer und Autohistorie, mit der Aussteller wie Besucher die Techno-Classica Essen zur Nummer 1 machen.

 

Jubiläum der besonderen Art: 30 Jahre Techno Classica

Noch bis am Sonntagabend dauert die Jubiläumsausgabe der weltweit größten und bedeutendsten Ausstellung von Oldtimern und klassischen Automobilen in der Ruhrmetropole an.  Zum  30. Mal findet in insgesamt 20 Hallen und auf dem anschließenden Freigelände die  Techno Classica  in Essen statt. Bis zu 200. Besucher werden an den drei Tagen auf dem Gruga.Gelände erwartet.

 

Die Zahlen zur Jubiläums-Ausstellung sind erneut beeindruckend: In der 30. Auflage unterstreichen mehr als 1.250 Aussteller aus über 30 Nationen erneut ihre Bedeutung als die „Nummer „  der internationalen Oldtimer- und Sammlerfahrzeuge-Messen. Nirgendwo sonst findet man  ein umfassendes Bild der internationalen Klassik-Szene. Wie in jedem Jahr nutzen  die großen  internationalen Auto-Hersteller diese Bühne der automobilen Weltleitmesse: Mehr als 20 traditionsreiche Marken  präsentieren auf ihren Werksständen auserlesene Exponate, die größtenteils exklusiv auf der Techno-Classica Essen zu sehen sind.

 Im vergangenen Jahr wurden rund  185.000 Besucher aus mehr als 40 Nationen in den 20 Messehallen am Essener Grugapark gezählt. Wie in jedem Jahr findet eine Sonderschau mit einem ganz besonderen Thema das Harz der Besucher.  Anlässlich des 95-jährigen Bestehens des Langstrecken-Klassikers  im französischen  Le Mans werden in Halle 6, Rennwagen aus fast 100 Jahren Geschichte der „24heures du Mans“ gezeigt. Die Exponate gelten auch unter den Kennern der Szene als ausgesprochene Leckerbissen.

Aber die „Techno Classica“ bietet auch etwas für Einsteiger in die Klassik-Szene. Mehr als 30 Prozent der zum Kauf angebotenen Automobile gibt es für relativ kleines Geld zu erstehen. Darunter etliche von privater Hand prächtig heraus geputzte und liebevoll gepflegte Youngtimer (mindestens 20 Jahre alt).  Insgesamt  zieren mehr als 2700 offerierten Klassiker,  Sammler- und Liebhaberfahrzeuge, Youngtimer und Prestige-Automobile die Gruga-Hallen.

Die „TC“ ist dabei nicht nur eine reine Ausstellungsmesse. Sie ist auch ein „Blechbasar“, auf dem vom Golf I bis zum siebenstelligen Bugatti  oder Preziosen der großen italienischen und britischen Nobelmarken Liebhaber-Stücke gehandelt werden. Für die über  200 ausstellenden Klassiker-Clubs und -Interessengemeinschaften ist die Techno-Classica Essen immer der jährliche Höhepunkt, für den sie sich und ihre Fahrzeuge besonders „in Schale werfen.“

 

Ein weiterer Eckpfeiler sind die Top- Angebote anerkannter Restauratoren, Zulieferer-Betrieben, Autoliteratur-Anbietern, Ersatzteilhändlern, Accessoires-Verkäufern, Uhren- und Technik-Händlern, Künstlern und Galeristen, Verlagen und Automodell-Anbietern.

 

 

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

Raus mit dem Rad: Der JCB-Check vor dem Frühjahr

Noch soll es zwar am Wochenende ein letztes Aufbäumen des Winters geben. Aber mit den ersten warmen Tagen beginnt die Fahrradsaison. Bis dahin steht so mancher Drahtesel viele Wochen unbewegt in Keller oder Garage und braucht eine aufmerksame Durchsicht, um wieder sicher auf den Straßen zu rollen.

Beleuchtung

Anstecklichter mit Akku- oder Batteriebetrieb sind wartungsarm. Wenn das Fahrrad dagegen mit einem Dynamo ausgestattet ist, müssen Verkabelung und Glühbirnen gecheckt werden. Wie das Licht, sind auch Reflektoren vorgeschrieben: ein weißer Front- und ein roter Rückstrahler, die beide in die Lampen integriert sein dürfen. Zusätzlich braucht jedes Pedal gelbe Reflektoren, die nach vorn und hinten abstrahlen. In die Speichen gehören pro Rad mindestens zwei gelbe Rückstrahler oder weiß reflektierende Hülsen an jeder Speiche. Alternativ darf auf jeder Reifenflanke auch ein durchgehender und weiß reflektierender Streifen sein.

Bremsen

Die verbreitete Felgenbremse verschleißt schneller als zum Beispiel eine Scheibenbremse. Vor allem die Bremsbeläge müssen regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Auch die Bremskabel dehnen sich mit der Zeit und der Radler sollte sie rechtzeitig nachjustieren. Lässt die Bremswirkung dennoch spürbar nach oder bleiben die Hebel schwergängig, kann es auch an stumpfen oder beschädigten Bremshüllen liegen. Hier ist es sicherer, den gesamten Zug auszutauschen.

Bereifung

Ein Verlust an Reifendruck ist normal, wenn das Fahrrad länger nicht bewegt wurde. Verliert der Reifen nach dem Aufpumpen aber schnell wieder Luft, ist der Schlauch womöglich undicht und muss geflickt oder ausgewechselt werden – dabei auch die Reifeninnenseite nach Gegenstände absuchen, die das Leck verursacht haben könnten!
Stand das Rad länger auf einem „Plattfuß“ oder wurde mit zu wenig Luft gefahren, beansprucht dies besonders die seitlichen Reifenwände und der Gummi kann Risse bekommen. Bei vollem Luftdruck und der Belastung bei der Fahrt könnte der Reifen platzen und schlimmstenfalls das Laufrad blockieren. Also rechtzeitig auswechseln! Das ist auch empfohlen, wenn das Profil abgefahren ist und dadurch die Bodenhaftung sinkt. Spätestens aber wenn der Pannenschutz oder die Karkasse, also das Gewebe im Gummi, durch die Lauffläche scheinen, muss getauscht werden!

Kette

Die Kette ist stark beansprucht und braucht darum eine gute Pflege. Wird sie eine Weile nicht genutzt, bildet sich schnell Rost und sie droht zu versteifen. Um sie wieder in Schwung zu bekommen, den groben Schmutz und Rost mit einer Bürste von Kette und Ritzeln entfernen. Bleibt die Kette unbeweglich, kann man sie mit einem Rostlöser oder leichten Öl behandeln, das einwirken muss. Danach mit einem Tuch gründlich säubern und mit Kettenöl einschmieren. Hat die Korrosion das Metall schon stark angegriffen, ist es wichtig, sie zu erneuern, da sie reißen kann.

 

Quelle: Deutsche Verkehrswacht (DVW)

Natural power: FCA setzt auf seine Erdgas-Kompetenz

Natural power: Das klingt nach Bio, nach nachhaltig, nach alternativ, nach regenerativ. Klingt eben alles nach ziemlich gesund und erstrebenswert. Natural power: So nennt der FCA-Konzern (Fiat Chrysler Automobiles) auch seine Fahrzeugpalette mit einem ganz besonderen Kraftstoff: CNG. Compressed natural Gas. Besser bekannt als Erdgas.

In Zeiten von Diesel-Gate, möglichen Fahrverboten in Innenstadtbereichen und einem Wust von teilweise ungeklärten und gefilterten Informationen zum Thema CO2 und Feinstaub wird alles, was nicht nach Dreckschleuder klingt, interessant und überlegenswert. Ist zumindest mehr im Fokus als das bisher der Fall war.

Deshalb pusht FCA  jetzt auch seine Modellpalette mit Erdgas-Fahrzeugen, stellt deren Vorteile heraus. Der Konzern verweist auf eine Kompetenz von mehr als zwei Jahrzehnten beim Bau von Fahrzeugen mit mono- oder bivalentem Erdgasantrieb. Mit Autos also, die entweder ausschließlich mit Erdgas betrieben werden, oder mit einem zusätzlichen Benzin-Aggregat ausgerüstet sind und somit über eine ansehnliche Reichweite verfügen. Mehr als 740.000 verkaufte Fahrzeuge mit CNG-Technologie seit dem Jahr 1997, sagt der Konzern,  sprächen eine deutliche Sprache.

Immer mehr Menschen, die sich mit Antriebstechnologie und mit Mobilität schlechthin beschäftigen, betrachten Erdgas (chemischer Begriff Methan)  als alternativen Kraftstoff, der die CO2– und Schadstoffemissionen von Fahrzeugen erheblich minimieren kann, weil er bei der Verbrennung im Motor nahezu keine Partikel erzeuge und darüber hinaus deutlich weniger Stickoxide und Kohlenwasserstoffe als Benzin oder Diesel. Zusätzlicher Vorteil:   Die Technik der Verbrennungsmotoren bedarf keiner großen Veränderungen. Alle diese Komponenten sind ein Grund, weshalb die Bundesregierung Erdgas steuerlich bis zum Jahr 2026 weiter subventioniert.

Vor dem Hintergrund des angekündigten Ausstiegs des Konzerns aus der Diesel-Technologie geht FCA mit  seinem Angebot an Erdgas-Fahrzeugen jetzt in die Offensive. Nicht nur beim Kunden, sondern auch bei den Händlern, die „bis in den kleinsten Winkel der Republik“, so ein Sprecher zu Wochenbeginn, mit Beratung, Verkauf und Service von CNG-Fahrzeugen umfangreich vertraut gemacht werden sollen.

12 Modelle, die mit diesem Kraftstoff betrieben werden,  gehören mittlerweile zum  Produktportfolio, acht davon sind in Deutschland erhältlich.  Wobei der Fiat Panda   mit 300.000 produzierten Einheiten das meistverkaufte Fahrzeug dieser Art in Europa ist. Zum Fiat-Angebot an CNG-Fahrzeugen gehören  die Pkw-Modelle Panda, 500L, Doblo, Fiorino, Punto und Qubo sowie die Transporter Fiorino, Doblò Cargo und Ducato. Entweder mit ausschließliche  Erdgasantrieb, oder als bivalente Variante mit zusätzlichem Benzin-Aggregat. Das ist ein Spitzenwert in Europa.

Gestartet wird bei bivalenten Modellen  immer im Benzin-Modus. Die Umschaltung von Benzin zu Erdgas erfolgt entweder von Hand oder automatisch. Das bedeutet, dass das System erkennt, wenn der Erdgas-Vorrat zur Neige geht. Es schaltet dann von selbst auf Benzinbetrieb um. Die Reichweite richtet sich nach der Anzahl der verwendeten Tanks, die alle unterflurisch angebracht sind und somit keine Laderaum-Kapazitäten beanspruchen. Werden beide Kraftstoff-Varianten  vollständig ausgenutzt, ergibt sich bei einem Kleinwagen oder einem leichten Nutzfahrzeug  oft eine Reichweite von weit mehr als 1000 Kilometern.

Das Tanken funktioniert ähnlich wie beim Benziner. Der  Doppelschlauch ist mit wenigen Handgriffen angeschlossen und verriegelt. Wie beim Benziner oder Diesel erfolgt der Tankvorgang, also das Befüllen der Gasflaschen,   automatisch. Ein Signal von der Tanksäule informiert darüber,  wenn das Ventil wieder entfernt werden kann. Ein voller Gastank  kostet im Moment je nach Spritpreis zwischen und 15 und 14 Euro. Legt man einen realistischen Verbrauch  von 4,5  Kg für 100 Kilometer zugrunde, dann  würde der Kilometer knappe  fünf Cent kosten.  Bei entsprechender Kilometerleistung amortisiere sich damit auch der höhere Anschaffungspreis.

Ein Problem ist derzeit (noch) das dünne Tankstellen-Netzt. Etwas mehr als 900 Erdgas-Tankstellen stehen bundesweit zur Verfügung. Mittelfristig sollen mehr als 2000 Tankstellen für Erdgas entstehen, wobei die  Autobauer auch die Erdgas-Anbieter bei der Umsetzung dieses Vorhabens in der Pflicht sehen. Auf den Status Quo angewandt heißt das: CNG ist vor allem für Klein- und Kompaktfahrzeuge, für leichte Nutzfahrzeuge wie Lieferwagen eine sinnvolle Antriebsvariante mit einer ökologischen Bilanz, die den Diesel ersetzen kann. Sollen auf Dauer auch Mittelklasse-Fahrzeuge oder Vans wie der Fiat 500L, den es mit dieser Technologie bereits gibt, sich auf Dauer durchsetzen können, muss das Netz der  Versorgung möglichst rasch erheblich erweitert werden.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun