70 Jahre Porsche 356 – Eine Liebeserklärung

Es ist nicht so, dass ich, Jahrgang 1951, von Hause aus eine Aversion gegen die junge Dame, Jahrgang 1943,  gehabt hätte, als mir ihr Name zum ersten Male auffiel. „Ich war ein Außenseiter. Ich habe gelesen, ich habe gemalt, ich habe nachgedacht. Ich habe Nigger nicht gehasst.“ – Allein diese Aphorismen, die man ihr nachsagte, öffneten mir in den späten 1960er Jahren den Weg zu der Rock- und Blues-Interpretin Janis Joplin. Und vor allem ihr allerletzter Song, der sie, auch nach ihrem frühen Tod mit nur 27 Jahren, mit kreischender, überschnappender Stimme auf Vinyl  am Leben erhalten sollte, machte uns irgendwie zu Geschwistern im Geiste. Weiterlesen

Oldie-Check und Corona: Was ist zu tun?

Rund um die Osterfeiertage sind  bei oft sehr frühlingshaften Temperaturen und wärmenden Sonnenstrahlen „Himmel und Menschen“ unterwegs, um Freundes- und Verwandtenbesuche zu machen oder einfach eine schöne Ausfahrt zu genießen. Das gilt auch und vor allem für die Liebhaber und Besitzer von alten Fahrzeugen, Young- und Oldtimern also. Was aber ist in diesem Jahr schon normal angesichts der Kontaktbeschränkungen infolge des Corona-Virus. Weiterlesen

Trotz Corona: Autojumble findet statt

Oldtimer haben in unserem Nachbarland, dem Großherzogtum Luxemburg, seit jeher eine ganz besondere Liebhaber-Schicht. Das liegt auch am Börsenplatz Luxemburg. Viele Banker und Menschen, die von diesem internationalen Arbeitsplatz partizipieren, haben Freude an gut erhaltenen und /  oder restaurierten historischen Fahrzeugen. Der „Autojumble 2020“ findet trotz der momentanen Unsicherheit bei der Durchführung von Großveranstaltungen wegen des Corona-Virus statt.

 

Der „Autojumble 2020“ auf dem Gelände der LuxExpo „The Box“ in Kirchberg  am Wochenende 7. / 8. März ist eine ganz besondere historische Fahrzeugausstellung. In jedem Jahr, am ersten März-Wochenende, strömen viele Enthusiasten zur luxExpo, um diese Autos, die Geschichte geschrieben haben, zu entdecken oder wiederzuentdecken.  Organisiert wird der „Autojumble“  regelmäßig von der LOF, der Luxembourg Oldtimer Fédération.

Neben den ausgestellten Fahrzeugen auf eigenen Flächen in der „Box“ auf dem Plateau Kirchberg gehören Workshops und Konferenzen mit zum Themenangebot an diesem Wochenende. Der Luxemburger Oldtimer-Verband fordert bereits seit Jahren die Einführung einer speziellen technischen Kontrolle für Fahrzeuge, die als “historische Fahrzeuge” eingestuft sind.

„Der Klassiker-Markt hat sich beruhigt“

Mit circa 1.250 Ausstellern, über 200 Club-Präsentationen und rund 20 offiziellen Ständen internationaler Automobilhersteller machte die Techno-Classica Essen an ihrem 30. Geburtstag die Ruhrmetropole wieder zur Hauptstadt des Klassik-Universums.

Dort trafen sich die Protagonisten der internationalen Klassiker- und Automobilszene: Enthusiasten, die mit Herz und Verstand für den Erhalt automobilen Kulturgutes sorgen. Sie präsentierten den über 190.000 Besuchern aus 46 Nationen in den neu gestalteten Essener Messehallen das gesamte Spektrum der Klassiker-Welt. Über 2.700 dort zum Kauf angebotene Liebhaber- und Sammlerfahrzeuge konnten die Gäste bewundern – und direkt vor Ort erwerben.

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Im riesigen Angebot der 12 Messehallen mit der Grugahalle und den vier Freigeländen war für jeden Geschmack und Geldbeutel der passende Klassiker dabei – vom erschwinglichen Youngtimer vom Schlage eines Opel Kadett aus dem Jahr 1992 für wenige tausend Euro bis hin zu Ferraris im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Ihrem Anspruch, als „Weltmesse für Oldtimer, Classic- & PrestigeAutomobile, Motorsport, Motorräder, Ersatzteile, Restaurierung und WeltClubtreff“ zu gelten, wurde die Techno-Classica Essen damit erneut gerecht: Für die Aussteller aus mehr als 30 Nationen war sie auch im Jubiläumsjahr Garant für gute Geschäfte – das gilt nicht nur für den Fahrzeughandel, sondern auch für die anderen Ausstellungsbereiche wie Kunst, Automobilia, Modellautos und Literatur. Die Vielzahl der „Verkauft“-Schilder an den Fahrzeugen aller Preisklassen zeigte, dass mit der Techno-Classica die Zeit des Abwartens vorbei war: Galt der Klassiker-Markt in den letzten beiden Jahren eher als schwierig, so stimulierte die Weltmesse die weltweite Kauflust offenbar.

Nick Aaldering, Geschäftsführer des niederländischen Handelsprofis „Gallery Aaldering“, hatte bereits am Messe-Samstag neun Preziosen im sechsstelligen Euro-Bereich aus seinem Angebot von 30 Oldtimern verkauft – vom Aston Martin DB 4 bis zum Maserati 3500 GT Spider. „Die Käufer sind kritischer geworden. Doch wer seine Automobile zu realistischen Preisen anbietet, findet rasch Abnehmer“, analysierte Aaldering die Situation.

Martin Stromberg, Geschäftsführer von Classic Data aus Bochum, des ältesten und marktführenden Unternehmens zur Bewertung klassischer Fahrzeuge in Deutschland, bestätigte die Einschätzung: „Der KlassikerMarkt hat nach einem Hype der vergangenen Jahre seit Ende 2017 begonnen, sich zu beruhigen und ist wieder berechenbarer geworden – er hat sich auf hohem Niveau konsolidiert.“ Von guten Verkaufsergebnissen berichteten international renommierte Händler wie Eberhard Thiesen aus Hamburg, Gerhard Wolf, Geschäftsführer von „Auto Toy Store“ in Starnberg oder Anton van Dyke, Chef von „Classic Park“ in den Niederlanden

Für eine Sensation sorgte RM Sotheby’s: Neben der traditionellen CoysAuktion veranstaltete das weltweit führende Klassiker-Auktionshaus erstmals eine Old- und Youngtimer-Versteigerung in Deutschland. Von den angebotenen 229 Sammlerautomobilen fanden 86 Prozent während der zweitägigen Auktion neue Besitzer. Der Gesamtumsatz von 18,7 Millionen Euro beeindruckte genauso wie der Preis von 2,25 Millionen Euro für das teuerste Fahrzeug, ein Mercedes-Benz 540 K Cabriolet A aus dem Jahr 1937.

Volvo zeigte erstmals die neue S60Premium-Limousine der deutschen Öffentlichkeit – neben einer Auswahl von historischen Limousinen aus 90 Jahren Volvo-Geschichte. Alfa Romeo enthüllte als Deutschland-Premiere einen von auf zehn Exemplare limitierten Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Racing in Formel-1Teamfarben. Jaguar Land Rover Classics feierte gar eine EuropaPremiere: Erstmals zeigten die Briten den Jaguar E-Type Zero mit Elektroantrieb auf dem Kontinent, basierend auf einem klassischen Jaguar E-Type aus den 1960er-Jahren.

Eifel Rallye Festival: Termin 2019 steht fest

Diesen Termin werden sich Fans in ganz Europa dick im Kalender eintragen: Vom 18. bis 20. Juli 2019 wird die Vulkaneifel beim ADAC Eifel Rallye Festival erneut beben. Fahrer aus vier Kontinenten verwandeln die Innenstadt von Daun zum nunmehr neunten Mal in ein riesiges, internationales Treffen der Rallye-Familie. Bis zu 40.000 Fans verfolgen das ‚Donnergrollen‘, wenn die automobilen Zeugen aus 50 Jahren Rallye-Geschichte über die anspruchsvollen Asphaltprüfungen bewegt werden.

Das Konzept einer der weltweit größten Demonstrationsfahrten für historische Rallyeautos wird beibehalten: Das Festival beginnt am Donnerstag mit der Streckenbesichtigung und dem Shakedown und endet am Samstag nach rund 120 WP-Kilometern auf den anspruchsvollen Asphaltstraßen der Vulkaneifel mit der Siegerehrung und Rallye-Party.

Und dazwischen lockt immer wieder die Rallye-Meile inmitten von Daun. Dort  werden die Fahrzeuge zwischen ihren Einsätzen auf den Wertungsprüfungen präsentiert und können aus nächster Nähe begutachtet werden, während die Piloten für Benzingespräche und die Stars der Szene für Autogramme zur Verfügung stehen.

Marke und Mythos: 70 Jahre Porsche beim AvD

Die Renner aus dem schwäbischen Zuffenhausen stehen für die Geschichte deutscher Sportwage schlechthin. Egal ob auf der Rennstrecke oder im Alltagsverkehr: Kaum eine andere  deutsche Automobilmarke steht so sehr für Emotionen und Fahrfreude, für Rennsport, für Leistung und Erfolge wie das Haus Porsche. Besonders in diesem Jahr, wo der 70. Geburtstag der Marke mit vielen Aktivitäten gefeiert wird. Weiterlesen

Erstmals Live-Stream vom „Oldie“ auf dem Ring

Wer ein Schätzchen aus Blech, Lack, Chrom und Leder, dazu einen sich lautstark bemerkbar machenden Verbrenner unter der Haube sein eigenen nennt, der blickt einem wahrhaft traumhaften Wochenende entgegen:  Denn der Oldtimer-Grand-Prix des Automobilclubs von Deutschland (AvD) ist der Höhepunkt des historischen Motorsports am Wochenende auf dem Nürburgring.

Zum ersten Mal werden in diesem Jahr, vom 10. Bis 12. August eine Live-Berichterstattung vom Ring geben. Ein umfangreicher Livestream im Internet lässt auch diejenigen an dem historischen Vergnügen teilhaben, die es sich nicht einrichten können, selbst vor Ort zu sein. Dank der Unterstützung des Porsche Carrera Cup und tv square werden insgesamt zehn Rennen live übertragen.

Der AvD präsentiert mittlerweile zum 46 Mal ein rollendes Automobilmuseum und knallharten Motorsport der Extraklasse mit historischen Rennfahrzeugen in der Eifel. Dabei  sind Rennwagen aus nahezu der gesamten Historie des Motorsports am Start, die legendäre Rennen und Epochen wieder auferstehen lassen.

Zu den Höhepunkten des OGP gehören von Freitag bis Sonntag in diesem Jahr zahlreiche Rennsportserien mit ebenso seltenen wie „fitten“ Fahrzeugen auf der Strecke. Denn das AvD-Event ist (nicht nur) ein Museum in beiden Fahrerlagern bis hinunter zur Müllenbachschleife. Er bietet vor allem eines: Packenden Rennsport mit Fahrzeugen, von den 1950er bis19 90er Jahren auf dem GP-Kurs und der Nordschleife.

Die 46. Auflage des „Oldie“ bietet heuer neben Rennen mit Le-Mans-Boliden aus den 1950er Jahren, Formel-1-Rennern der 1970er und DTM-Fahrzeugen aus den 1980er und 1990er Jahren einen neuen Schwerpunkt im Sportwagenbereich. Zu den Rennsportwagen und GT‘s bis 1965 mit 33 verschiedenen Fahrzeugtypen und etwa 50  teilnehmenden Fahrzeugen wird der Lauf  zur  „FIA Masters Historic Sports Car Championship“ der Baujahre 1962 – 1974 einer der Höhepunkte der dreitägigen Veranstaltung sein. Erwartet werden bis zu 30.000 Besucher.

 

Nürburgring Classic: Das Eifelrennen lebt wieder

Der historische Motorsport boomt und erfreut sich ständig steigender Beliebtheit. Auf (fast) allen großen Rennstrecken werden in immer kürzeren Abständen Vintage-Veranstaltungen ausgetragen. Das Garagengold als Museum zum Schauen und Staunen aber auch als Sportobjekt: Beides  verbinden seit vielen Jahren Histo-Treffen wie der Oldtimer Grandprix das AvD auf dem Nürburgring, das Jim-Clark-Revival auf dem Hockenheimring,  oder auch das Eifel Rallyefestival mit den spektakulärsten Boliden aus der Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft. Zehntausende von Fans pilgern  zu den Kultobjekten der vergangenen Jahre und Jahrzehnte.

Seit dem vergangenen Jahr ist ein neuer Event hinzugekommen und der hat sich bereits in diesem Jahr bei seiner zweiten Auflage zu einem echten Highlight im Kalender erwiesen: Die Nürburgring Classic wurde  im vergangenen Jahr anlässlich des 90. Geburtstags der legendären Rennstrecke in der Eifel  aus der Taufe gehoben.  Die dreitägige Neuauflage am vergangenen Wochenende hat das ganze Potenzial dieses PS-Festivals der Vergangenheit gezeigt. Unter der Federführung des Düsseldorfer Automobil und Motorclub (DAMC 05) hat sich  ein prächtiges Spektakel des historischen Motorsports entwickelt, das in die Fußstapfen einer der ganz großen „Hausnummern“ am Nürburgring getreten ist.

Die „Nürburgring Classic“ treten seit dem vergangenen Jahr die Erbfolge des Eifelrennens an. Ein Rennen, älter als die legendäre Nordschleife selbst, gefahren schon in den Jahren von 1922 bis 1926, später Träger eines Unikats: Das „Eifelrennen“ war die erste motorsportliche Herausforderung, die auf der Süd- und der Nordschleife des Nürburgrings gefahren wurde und sollte es auch bleiben. In den 1980er Jahren brachte das Eifelrennen die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft, die Formel 3000,  Rennwagen der Gruppe C genauso wie die Rahmenserien von Formel 3, Renault-5-Elf-Pokal oder Porsche-Carrera-Cup auf dem Ring zusammen. Bis 2004 Schluss war mit dem Eifelrennen herkömmlicher Art.

Unter der Ägide des DAMC 05 tritt es jetzt unter der Firmierung „Nürburgring Classic“ die Erbfolge eines der traditionsreichsten Rennen in der langen Geschichte der wohl weltweit  schönsten und schwierigsten Rennstrecke an.  Das neue Format, das hat sich am vergangenen Wochenende bei seiner zweiten Auflage gezeigt, hat nicht nur Vergangenheit.  Es ist sehr lebendig  in der Gegenwart und hat auch eine Zukunft, Dafür stand die Zahl von mehr als 700 Fahrzeugen aus zehn verschiedenen Rennserien von Freitagmorgen bis Sonntagabend auf beiden Kursen (Grandprix-Strecke und Nordschleife) sowie mehr als  20.000 Schaulustige, von denen der Veranstalter nach dem Ende der beeindruckenden Histo-Parade berichtete. Die Nürburgring Classic haben in beeindruckender Weise gezeigt, dass nicht nur große Namen wie der „Oldtimer Grandprix“ des Automobilclubs von Deutschland die Freunde des historischen Rennsports an die Rennstrecken locken. Es müssen  beileibe nicht immer (nur) Boliden der Formel 1 aus den 1960er bis 1980er Jahren sein, die die Zuschauer in ihren  Bann ziehen.

Die Tourenwagen-Classics erinnerten an diesem Wochenende an alte DTM-Zeiten mit Prinz Leopold „Poldi“ von Bayern, Klaus Ludwig, Jonny Cecotto, Harald „Nippel“ Grohs und an andere kompromisslose Vertreter der Bleifuß-Fraktionen. Die Original  Boliden von Mercedes-AMG, BMW M GmbH , Opel  Motorsport und Alfa Romeo ließen diese wilden Tage des Rundstreckensports noch einmal aufleben. Youngtimer-Trophy, FHR Langstrecken-Trophy, 100 Meilen Trophy und Canadian-American Challenge Cup boten ein wunderbar buntes Kaleidoskop von Auseinandersetzungen auf beiden Kursen.

Im alten Fahrerlager standen die „Veteranen“ aus der Vorkriegszeit. Sie kündeten von der Blütezeit heutzutage längst von der Bildfläche verschwundenen Marken wie Riley, Lagonda, Hotchkiss oder Delage. Das „neue Eifelrennen“ mit seiner einzigartigen Ausrichtung wird auch im nächsten Jahr an gleicher Stelle wieder über die Bühne gehen:   Vom 24.-26. Mai 2019 heißt es wieder „Gentlemen, start your engines.“