Energiespritze für das kompakte SUV: Der Subaru XV e-Boxer

Klein, aber fein: Das war schon immer die Devise bei Subaru, das von sich selbst gerne als dem “weltgrößten Allrad-Hersteller“ spricht.  Doch die Japaner glänzen noch mit anderen technischen Raffinessen, vor allem der flachen Bauweise des Boxermotors, der ihren Produkten eine schon legendäre Stabilität und Laufruhe beschert.

Jetzt schickt der Autobauer seinen Bestseller, den XV, zudem noch mit einem zusätzlichen Schub „grüner Kraft“ auf die Riese. Ein Mild-Hybridsystem soll dem Fünfsitzer als Verbrauchssenker dienen. Der XV e-Boxer mit einem elektrischen Teilbordnetz steht für den Weg, den Subaru, seit jeher technischen Innovationen gegenüber immer recht offenherzig, in Zukunft ein zu schlagen gedenkt.

Der zwei Liter große Vierzylinder Boxer, ausgestattet mit einem CVT-Getriebe, ist als reiner Sauger kein Ausbund explodierender Dynamik,  was man mit 150 PS bei einem Leergewicht von 1,6 Tonnen und einem Drehmoment von 194 Newtonmeter ab rund 4000 Umdrehungen auch nicht erwarten darf.  Der Wagen überzeugt aber mit den genannten Vorteilen der Bauweise des Motors:  Er hängt gut und ruckelfrei am Gas, entwickelt Laufruhe, Fahrstabilität, ist aber auch nicht der Leisesten einer.

Da entlocken auch die 16 PS, die der kleine Elektromotor im Getriebetunnel als Morgengabe mitbringt,  dem Fahrer oder der Fahrerin nicht gerade einen Freudenschrei.  Selbiger schaltet sich beim Anfahren oder auch beim kurzfristigen Beschleunigen bei und sorgt auch für 66 zusätzliche Drehmoment-Nm.  Die zusätzliche Elektro-Energie beansprucht aber auch etwas Platz.  Statt der bisherigen 365 bis 1310 Litern Laderaum sind es im Falle des e-Boxers  nur noch 340 bis 1190.

Allerdings schlucken die Akkus auch etwa zehn Liter an Tankvolumen (48 gegenüber vorher 58 Liter).  Während unseres Testzeitraums ermittelten wir  einen Verbrauch   von 7,4 Liter  Super auf 100 Kilometer.  Subaru selbst gibt 6,5 Liter an. Wie hoch die (mögliche) Einsparung  gegenüber dem Subaru  XV 2.0 mit 156 PS  jetzt wirklich ist, liegt wohl nicht nur am Mild-Hybridmodul selbst, sondern auch an der persönlichen Fahrweise.

Um alle Optionen aus dem koordinierten Antriebsstrang heraus zu holen, bedarf es wohl einiger Übung und Umstellung, sprich Disziplinierung des rechten Fußes. Beide werden übrigens mit einer Höchstgeschwindigkeit von 193 km/h angegeben, die für uns im Verlauf des Berichtszeitraums aber kein wirkliches Kriterium war. Wichtiger ist da schon die Tatsache, dass man über den Touchscreen Radio, Navigation, Apple Carplay und Android Auto bedienen kann.

Der Fahrer / die Fahrerin wird im Blickfeld des acht Zoll großen Displays informiert, was sich im elektrischen Teilbordnetz  gerade abspielt.  Wann wieviel in welchem Fahrmodus verbraucht und wann auch immer verbrauchte Elektro-Energie wieder zurückgeführt wird. Das alles auf zu nehmen, zu registrieren, miteinander zu koordinieren um das im Rahmen der immer strengeren Abgasvorschriften bestmögliche Ergebnis heraus zu holen, wird die Kunst sein.

Dass der XV, wie übrigens fast jeder Subaru, durch seinen  optischen dynamischen Auftritt, seine formale Eigenständigkeit im Design wohltuend aus der kompakten SUV-Brühe aufsteigt, kommt neben der Teilelektrifizierung hinzu.  Die Serienausstattung (u. a. Lineartronic, Navi, LED-Licht) ist bei einem Einstiegspreis von 30.690 Euro (2700 Euro über dem Basispreis des XV 2.0 Benziner) üppig.

 

Technische Daten Subaru XV 2.0ie

Ausführung: fünfsitziges Kompakt-SUV

L / B /H:           4,47 / 1,80 / 1,60 Meter

Radstand:                           2,67 Meter

Kofferraumvolumen:   340 – 1190 Liter

Motor:          4Zyl-Boxer mit Mildhybrid

Leistung:        150 PS bei 4000 U /min

Hubraum.                             1998 ccm

Antrieb:                                      Allrad

Getriebe.          Automatik / Lineartronic

Höchstgeschwindigkeit:         193 km/h

Verbrauch: (Subaru) 6,5 Liter / 100 km

CO2-Ausstoß:                        150 g/km

Basispreis:                        30.690 Euro