Der Rocks-e: Ein richtig geiler Mini-Opel

Ist das die zukünftige Lösung für die Mobilität unserer Innenstädte? Für Jung und Alt? Ist es das durchdachte Konzept, auf das man schon so lange gewartet hat? Nun, zumindest ist dieses kleine putzige, alltagstaugliche und auch Aufsehen erregende Wägelchen ein cooler und cleverer rollender Kasten, mit dem Opel in das unterste, kleinste Segment der urbanen Mobilität hinabsteigt und sich völlig neue Kundschaften erschließt, die bisher per Gesetz ausgeschlossen waren. Denn der Rocks-E, so heißt das Auto, das eigentlich keines ist, darf auch von Jugendlichen ab 15 Jahren bewegt werden. Voraussetzung ist lediglich der Besitz eines Führerscheins AM. Des sogenannten „Moped-Führerscheins.“ Und den gibt es preisgünstig für sechs Theorie- und eine Praxisstunde.

Opel Rocks E

Der Rocks-E, ist so eine Art Zwitter. Er ist weder ein Kleinkraftrad, noch ist er ein Auto. Er hat vier Räder, zwei Sitze, ein Dach (sogar eines mit Panorama) und vor allem: er hat eine Idee, die dahintersteckt. Der Gesetzgeber hat für dieses Gefährt den etwas sperrigen, aber durchaus zutreffenden Namen Leichtkraftfahrzeug der Klasse L6e kreiert. Wobei in diesem Fall der Buchstabe „e“ einmal ausnahmsweise nicht für Elektromobilität steht. Obwohl es sich dabei um ein Batteriebetriebenes, emissionsfreies Elektrofahrzeug handelt.

Opel Rocks E

Dass Opel dieses Fahrzeug jetzt auch in Deutschland anbieten kann, und zwar zu einem Preis ab 7.990 Euro, beruht auf seiner Zugehörigkeit zum Stellantis-Konzern. Denn dieses Fahrzeug läuft auch in Frankreich als Citroën Ami. Aber Opel will mit der Adaption dieses 2,41 Meter kurzen, 1,39 Meter schmalen und 1,52 Meter hohen Fahrzeugs nicht nur Jugendliche ab 15 Jahren ansprechen. Auch Pendler sollen und werden wohl diesen Mini-Opel für sich entdecken. Leute, die jeden Morgen ein paar Kilometer zum nächsten Bahnhof oder zur nächsten Bushaltestelle fahren müssen.

Opel Rocks E

Der Elektromotor kommt auf eine Spitzenleistung von neun kW und auf eine Dauerleistung von sechs kW, also acht PS. Mit Batterie wiegt er 471 Kilogramm. Der Akku, der eine Kapazität von 5,5 Kilowattstunden hat, soll in nur dreieinhalb Stunden an der Haushalts-Steckdose wieder aufgeladen werden können. Geht es an öffentliche Ladesäulen, gibt es von Opel einen Adapter. Der Hersteller gibt die Reichweite nach WLTP mit 75 Kilometern an.

Menschen, die in der Stadt eine Alternative zum ÖPNV suchen und dabei auf eigene Mobilität verweisen können, ebenfalls. Oder auch Kurierfahrer, die sich nicht an Fahrpläne halten können. Und das, obwohl, die „Höchst“-Geschwindigkeit bei 45 km/h abgeriegelt ist. Der Rocks-E soll ein Teil des Großstadtverkehrs werden, aber auch eine Verbindung vom Land zu den sogenannten Suburbs, den Vorstädten, also dem „Speckgürtel“, herstellen.

Opel Rocks E

Front-und Heckpartie, sogar die Türen, die per Schlaufen geöffnet und geschlossen werden, sind identisch. Der Fahrersitz ist längs verschiebbar, während der etwas nach hinten versetzte Beifahrersitz fest arretiert ist. Das ist deswegen so konzipiert, weil der Rocks-E keinen Kofferraum hat. An dessen Stelle befindet sich vor dem Fußraum ein 63 Liter großes offenes Stauabteil Dort kann man Einkaufstüten oder auch eine größere Tasche verstauen. Sehr praktisch ist auch ein großer Taschenhaken für einen Rucksack. Selbst hinter dem Fahrersitz ist noch etwas Stauraum und vor dem Armaturenbrett viel Ablagefläche sowie ein Cupholder.

Das Panorama-Dach ist geschickt angebracht. Es befindet sich nämlich nicht über, sondern vor den Passagieren und gibt so den Blick nach oben frei. Das ist hilfreich, wenn man in der Stadt vor hoch hängenden Ampeln steht. In der unverkleideten Fahrerkabine ist es im Stadtverkehr, wie wir selbst bei einer ersten Testfahrt in Frankfurt an Main erfuhren, für einen Stromer recht laut. Aber das geht nicht nervend über das Niveau eines Verbrenners hinaus. Wie es im Winter um die Temperaturen steht, das konnten wir noch nicht ausprobieren. Die „Heizung“ besteht lediglich aus einem einstufigen Gebläse für den Sommer und einem zusätzlichen Heißlüfter.

Opel Rocks E

Will man nach dem Drücken des Starterknopfes losfahren, aktiviert man eine der drei Fahrstufen neben dem Fahrersitz für vorwärts, rückwärts, oder neutral für den Parkmodus. Dafür befindet sich rechts noch eine für diese Verhältnisse sehr große Handbremse, wie man sie aus den ersten eigenen Fahrzeugen her gewohnt ist.

Der Basispreis des Rocks-E beträgt 7.990,00 Euro. Darüber gibt es zwei etwas besser Ausgestattete Varianten namens Tekno und Klub für 8790 Euro. Für den Einstieg in die neue Klasse bei Opel bietet man zudem ein Vier-Jahres-Leasing mit einer Monatsrate von 49 Euro bei 2595 Euro Anzahlung an.