Zitröön oder Citroën: Der „double chevron“ im Wandel

Die Menschen in der Grenzregion Hunsrück / Mosel / Sauer / Saar sind seit Jahrzehnten in vielen Alltags-Abläufen und Gewohnheiten sehr frankophil. Das gilt für den gesamten Bereich des „savoir vivre“, also Essen, Trinken, Wohnen, eben für das gesamte Prinzip des laissez faire.

Das gilt aber auch für die Wahl des Automobils und in diesem Fall für eine ganz besondere Marke, die im Wandel begriffen ist und sich dabei dennoch ihre Wurzeln bewahrt. Die Fahrzeuge in der Erbfolge des genialen Vordenkers und Erfinders André Citroën stehen seit Jahrzehnten für außergewöhnliche individuelle Mobilität, aber auch für französische Lebensart.

Auf dem Hochwald, entlang der Saar, an der Obermosel, der Sauer und der nördlichen Pfalz fuhren nur die ausgewiesenen Linguisten einen Citroën. Viele Menschen nannten umgangssprachlich einen „Zitröön“ ihr eigen. Vor allem jene, die im damaligen Saargebiet entweder im Bergbau – also „in der Grube“ oder in der Hüttenverarbeitung ihr Geld verdienten und damit ihre Familien ernährten. Das Erbe des 1878 in Paris geborenen André Citroën wird bei uns immer noch in zahlreichen Clubs aufrechterhalten. Sie bewahren die Ikonen wie den 2CV (Döschewo), den traction avant, oder die DS (die Göttin „la déesse) und damit die Genialität des Mannes, der im Laufe seines Schaffens den Beinamen „Henry Ford von Europa“ erhielt.

Die Marke mit dem Doppelwinkel (double chevron) hat auch im Zeitalter der Transformation  immer noch viele Freunde bei uns und bewahrt sich mit ihrer breit gefächerten Antriebspalette ihre Attraktivität. Dieses Markenzeichen stammt übrigens von den Winkelverzahnten Zahnrädern, die der Firmengründer nicht nur patentierte, sondern auch fabrizierte, bevor er ins Automobilgeschäft einstieg. Citroën-Sprecherin Anna von Teuffel sagte uns dazu: „Wir vollziehen den Spagat zwischen Moderne und Historie. Jeder soll sich fragen, was will ich von meinem Auto und genau das können wir erfüllen. Unsere Heritage, unser Erbe, ist uns dabei sehr wichtig.“ Wie wohl auch den meisten Kunden, die oft eine große Markentreue an den Tag legen.

Genau in diese Philosophie passt der C3 Aircross, der traditionelle Technik zu günstigen Preisen offeriert. Er ist ein Mittelding zwischen SUV und Familientransporter, der in der Basisversion You mit dem 1,2 Liter Dreizylinder mit 101 PS bereits ab 18.890 Euro zu haben ist. In der Version Plus mit zentralem Bildschirm inklusive eines nicht überfrachteten Infotainment-Menüs, Klimaautomatik, Rückfahrkamera und elektrischen Fensterhebern im Fond beginnt die Preispalette bei 21.090Euro. Immer noch eine finanzielle Forderung für ein Fahrzeug, das als Familientransporter beworben wird, eben auch sehr familienfreundlich ist.

Citroën bietet den 4,39 Meter langen C3 Aircross übrigens auch als Siebensitzer an. Dabei bietet die dritte Sitzreihe unter anderem Armlehnen, Getränkehalter und einen USB-Anschluss. Die Version mit den beiden zusätzlichen beginnt als Benziner bei 18.890 Euro. Als Hybrid ist der C3 Aircross Siebensitzer zu Preisen ab 25.390 Euro erhältlich.

Text: Charlys Autos / Fotos: Charlys Autos, Dani Heye, Citröen