
Suzuki hat sich vor allem als klassischer 4WD-Anbieter einen Namen gemacht. Modelle wie der Jimny oder der Vitara standen mit Zuverlässigkeit und gutem Preis/Leistungs-Verhältnis für die Kernkompetenzen des japanischen Autobauers. Der Vitara hat auch das Privileg, als erstes reines Elektroauto die Marke auf dem Markt zu vertreten. In den drei Ausstattungslinien Club, Comfort und Comfort+. Wir fuhren den Suzuki e Vitara Comfort mit 174 PS zwei Wochen lang in der Region.

Zunächst einmal die Feststellung: Der Name ist zwar der Gleiche geblieben, das Auto aber ein völlig anderes. Die Designer haben dem elektrischen Vitara ein richtig schmuckes Blechkleid verpasst. Mehr Ecken, mehr Kanten. Der schicke Crossover wirkt dadurch moderner und ansprechender. Außerdem ist er ein gutes Stück länger (neun Zentimeter) und auch ein wenig höher und breiter geworden. Dem e Vitara kommt gleich eine wichtige Aufgabe zu. Nachdem mit Jimny, Swift Sport und Ignis wegen der strengen Abgasvorschriften drei Modellreihen weggebrochen sind, soll der e- Vitara die Marke in die Zukunft führen. Weitere reine Stromer sind bis zum Ende des Jahrzehnts bereits angekündigt.

Suzuki setzt erfreulicherweise neben einem Touchscreen auch noch über Wipptasten und Drehknöpfe zum Regeln der Klimatisierung und der Lautstärkenregelung. Im Blickfeld des Fahrers bilden das 10,25 Zoll große digitale Kombiinstrument und der 10,1-Zoll-Bedien-Touchscreen eine Einheit. Sie bieten aber auch die Möglichkeit eines dreifach geteilten Bildschirms. Für die Handy-Einbindung stehen eine induktive Ladeschale sowie ein Mini-USB- und USB-C-Anschluss vorne und hinten zur Verfügung. One-Pedal-Driving ist nicht möglich, die dreistufige Rekuperations-Einstellung ist im Menü des Bordcomputers untergebracht.

Dank des recht großen Radstandes finden auch die Passagiere im Fond genügend Platz. Das Kofferraumvolumen reicht von 238 Litern über weitere 72 Liter mit der zweigeteilten, verschiebbaren Rücksitzbank bis zu 1052 Liter Fassungsvermögen und einer ebenen Ladefläche bei umgeklappten Rückenlehnen. Den Suzuki e-Vitara gibt es in zwei Akku-Versionen mit 49 kWh oder 61 kWh, wobei die kleinere Batterie nur im Einstiegsmodell mit 144 PS Spitzenleistung enthalten ist. In den beiden höheren Ausstattungslinien sind es 174 PS, während beim Allgrip noch eine hintere E-Maschine mit 65 PS eine Systemleistung von 183 PS ergibt.

Die Preisliste für den ersten vollelektrischen Suzuki beginnt in der Basisversion mit der 49-kWh-Batterie bei 29.900 Euro. Die Ausstattungslinien Comfort und Comfort+ mit zehnfach elektrisch verstellbarem Fahrersitz, Glasdach mit Sonnenblende und Infinity Premium Sound System kosten 36.490 und 40.490 Euro. Entscheidet man sich zusätzlich für den Allradantrieb Allgrip-e sind dafür noch einmal entweder 39.490 oder als Comfort+ 42.990 Euro fällig. Weitere Extras sind Metallic-Lackierung (890 Euro) und eine Zweifarblackierung (400 Euro).

Technische Daten Suzuki e-Vitara Comfort

Ausführung: Fünfsitziger Crossover
L / B /H: 4,28 / 1,80 / 1,64 Meter
Radstand: 2,70 Meter
Leergewicht/ Zuladung: 1835 / 415 kg
Kofferraumvolumen: 238–1052 Liter
Motor: elektrisch
Leistung: 174 PS
Antrieb: Frontantrieb
Max. Drehmoment: 193 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
WLTP-Verbrauch: (Hersteller) 15,1 kWh
Batteriekapazität: 61 kWh
Normreichweite: (Hersteller) 426 km
Preis: 36.490 Euro

Text und Fotos: Charlys Autos
