Jobmesse Nürburgring: Katalysator für die Karriere

Statt des PS-starken Aggregates eines Rennboliden konnte man am Nürburgring in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in Folge bei der „Jobmesse powered by Nürburgring“ den eigenen Karriere-Turbo zünden. Seit seiner Premiere 2022 hat sich das informative Stelldichein und der mit viel Aufwand inszenierte Catwalk von über 60 Firmen, Verbänden, Institutionen aus der Region zu einer festen jährlichen Performance entwickelt. Wir waren an beiden Tagen dabei und haben uns sowohl bei Besucherinnen und Besuchern, wie auch bei den Ausstellern umgehört.

„Ich möchte gerne Hubschrauber-Pilotin werden. Was muss ich da machen?“ Jasmin aus der 9 b der Ahrtalschule plus hat schon klare Vorstellungen von dem, was sie einmal werden möchte. Und bei Maximilian Irmen von der Bundespolizei Koblenz und seinem Kollegen, Polizei-Hauptkommissar und Einstellungsberater Michael Klein ist die Schülerin an der richtigen Stelle. Am Stand der Bundespolizei gibt es am ersten Tag der Jobmesse, dem Tag der Schulen, fundierte Antworten.

„Von 30 Personen, die mich heute angesprochen haben, waren etwa 25 Mädchen“, sagt Irmen. Das weibliche Interesse an der Polizei ist offenbar groß. Diensthundeführerin, Pilotin, gehören dazu. „Aber wir haben auch viele Berufe zu bieten, die nicht direkt mit dem Polizeialltag zu tun haben“, sagt Klein. Etwa im zivilen Bereich oder immer mehr im Bereich der Cyber-Kriminalität. Die Schülerinnen und Schüler der umliegenden Schulen kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen am Freitag in die Ring-Arena. Anastasia ist sich noch nicht sicher, Laura möchte in den Rettungsdienst, Nele möchte Erzieherin werden.  Für alle gibt es Anlaufstationen an diesem Tag.

Wie schnell das denn gehen kann, das erfahren wir bei Elena Wirfs. Sie hat sich vor zwei Jahren bei der Ausbildungsmesse am Ring umgesehen und kommt heute als Assistentin der Geschäftsführung der Köllemann GmbH in Adenau zurück und berät junge Menschen. So wie Kiara und Amy von der Realschule plus, die gerne was Handwerkliches machen würden. Oder wie Ina, die sagt: „Ich bin mir noch nicht sicher.“ Der Fachkräftemangel, sagt Elena Wirfs, träfe auch ihr Unternehmen aus der Förder- und Umwelttechnik mit rund 80 Mitarbeitern und betont: „Ich gendere nicht.“ .Die Gelegenheit, die der Nürburgring mit diesem Event biete, sei auch geeignet, ihren Bekanntheitsgrad in der Region zu steigern.“

„Wir machen heute eigentlich nichts anderes als das, was wir jeden Tag machen“, erklären Jan und   Michelle bei Zeus-Audio. Veranstaltungstechnik bei Messen, Events, Veranstaltungen, ist ihr täglich Brot. Sie selbst ist seit sieben Jahren beim Unternehmen und sagt: „Es macht einen Riesenspaß, man muss flexibel sein,  eine gewisse Technik-Affinität mitbringen und auch am Wochenende oder an Feiertagen arbeiten.“ Das DFB-Pokalfinale hätten sie gestaltet und auch bei der Formel 1 seien sie im Einsatz.

Das erklärt sie auch Johanna, Julia und Lena vom Gymnasium Adenau. Lena möchte eigentlich „was mit Tieren machen“. Deswegen sei sie auch bei der Polizei und bei der Bundeswehr gewesen. „Hundeführerin könnte ich mir vorstellen.“ Johanna und Julia geht es wie Vielen am ersten Tag der Jobmesse: „Wir wissen es noch nicht so richtig. Aber hier hat man ja vielen Möglichkeiten, sich zu informieren.“

Text und Bilder: Charlys Autos

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Vielen Dank auch noch an Anne, Stella, Leonie und Ella vom Nürburgring-Team, die zum Abschluss der Messe noch für mein Online-Magazin Model gestanden haben und bei denen ich „Hahn im Korb“ sein durfte!