90 kompakte Opel-Jahre: Vom Kadett 1936 zum Astra 2026

Zwölf Generationen, 90 Jahre, 25 Millionen Autos: Das sind beeindruckende Zahlen und  genauso beeindruckend sind die Spuren, die das Haus Opel in diesem Zeitraum in der Kompaktklasse hinterlassen hat: Was 1936 mit dem ersten Kadett des damals größten europäischen Autobauers begann, setzt sich seit 1991 unter der Namensgebung Astra weiter fort. Kein Wunder also, dass Opel seinen Kompaktwagen-Bestseller über die Jahrzehnte nicht nur gepflegt, sondern auch ständig weiter entwickelt hat.  Jetzt haben die Rüsselsheimer der aktuellen Modellreihe passend zum Jubiläumsjahr ein Facelift spendiert.

Vom ersten Astra, der vor 35 Jahren auf den Markt kam, sind insgesamt 14 Millionen Stück „über den Ladentisch“ gegangen. Und das in einer automobilen Welt, die zunehmend von SUV’s und Crossover  aller Segmente dominiert wird. Dort eine Limousine oder einen Kombi, der im Hause Opel über Jahrzehnte hinweg als Caravan ein Begriff war, zu platzieren, erfordert auch,  die Modellpalette konstant, aber behutsam weiter zu entwickeln, um die Identität des Fahrzeugs zu wahren.

Das ist beim aktuellen Astra, der in seinen zweiten Lebenszyklus geht, wieder einmal gelungen. Er wird am Stammsitz in Rüsselsheim entwickelt und gefertigt. Wobei Evolution vor Revolution stand. So wurde der Opel „Vizor“ in der Front deutlich geschärft. Weiter entwickelte, schlanke Intelli-Lux LED Scheinwerfer dominieren die Frontpartie. Über 50.000 Elemente sorgen nicht nur für blendfreie Lichtverteilung, sondern verhindern auch, dass reflektierende Hinweisschilder am Straßenrand Fahrerin oder Fahrer blenden.

Im Interieur verzichtet Opel ganz auf Sitze aus Tierleder,  die neuen Oberflächen haben keine Klavierlackoptik. Sieben optionale Farben stehen für die Innenraumbeleuchtung zur Verfügung. Am hinteren Seitenfenster erinnert ein kleines schwarzes Dreieck an den ersten Kadett mit Frontantrieb. Die in allen Ausstattungsversionen serienmäßigen „Intelli“-Sitze besitzen eine in der Mitte verlaufende Vertiefung, die den Druck auf das Steißbein abmindern soll. Die von der „Aktion gesunder Rücken“ zertifizierten Sitze bleiben gleichzeitig im Angebot und sind ab „GS“ Serie.

Unverändert bleiben die Abmessungen des Astra. Der Fünftürer misst 4,37 Meter in der Länge, der Kombi, jetzt Sportstourer genannt, kommt auf 4,62 Meter. Entsprechend ist das Kofferraumvolumen von 597 bis 1634 Litern. Lediglich beim Stromer bleiben 516 bis 1553 Liter übrig. Erhältlich ist der neue, überarbeitete Astra als Limousine und Kombi nicht nur mit elektrifizierten und vollelektrischen Antrieben. Opel hat sich dazu entschlossen, auch den Diesel noch im Programm zu belassen.

Der 156 PS starke Astra electric besitzt einen um vier kWh auf 58 erhöhten Akku. Dadurch erhöht sich die Reichweite um 35 Kilometer auf bis zu 454 Kilometer. Der Plug-In-Hybrid Astra kombiniert einen 1,6 Liter großen Vierzylinder mit einem Elektroantrieb, der von einem 17,2 kWh großen Akku mit Energie versorgt wird. Daraus resultiert eine rein elektrische Reichweite von 84 Kilometern.

Den Astra gibt es in den drei Ausstattungslinien Edition, GS und Ultimate. Die Preisliste startet für den Fünftürer bei 32,990 Euro für den Hybrid. 38.460 Euro sind für den Plug-In fällig und 37.790 Euro sind es beim Astra electric. Beim Sportstourer beginnt die Preisliste bei 34.490 Euro für den Hybrid. 39.960 sind es beim Plug-In und für den Stromer verlangt Opel mindestens 39.490 Euro

Text: Charlys Autos / Fotos: Dani Heyne