
In der elften Generation ist der Honda Civic mittlerweile auf dem Markt. Und alleine das zeigt schon, welche Bedeutung das Modell für den japanischen Autobauer über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten gewonnen hat. Unter den vielen SUV und Crossover ist der Civic zwar kein Solitär, aber eine doch bemerkenswerte Erscheinung. Wir fuhren das aktuelle Modell mit dem technisch aufwändigen Hybridantrieb als Civic e: HEV.

Optisch blieb es bei dem langjährigen Bestseller von Honda, einer Coupé-Limousine, bei einigen Retuschen. So fallen vor allem ein schwarz umrandeter Kühlergrill sowie Verkleidungen an Front und Scheinwerfern neben einer aufgewerteten Ausstattung auf. Der Civic e: ist vor allem ein Fahrzeug, das auf möglichst perfekte Funktionen Wert legt und weniger auf optischen Schnickschnack. Im klar und übersichtlich angeordneten Cockpit wird Vieles noch über klassische Drehregler und Tasten in der Mittelkonsole angesteuert. Touchlösungen sind kaum die Regel. Alle Informationen laufen über ein zentrales 10,2 Zoll großes Display.

Unter dieser funktionellen Vorgabe wurde der gesamte Innenraum konzipiert. Die nicht betont sportlich geschnittenen Sitze zeichnen sich durch eine lange Beinauflage und großen Halt aus. Der Civic e: ist ein angenehmes Langstreckenfahrzeug mit viel Platz in beiden Sitzreihen. Die fehlende höhere Sitzposition wird durch einen niedrigen Schwerpunkt mit ausgleichender Fahrcharakteristik in schnellen Kurven-Durchfahrten auf den Land- und Kreisstraßen der Region kompensiert. Der Honda Civic ist nach dem Facelift im vergangenen Jahr ein klug zusammengestelltes Auto mit deutlich funktionalem Ansatz bei gelungener Geräuschdämpfung des Innenraums geworden.

Das ist in erster Linie dem technischen Ansatz der neuen Civic-Modellgeneration zu verdanken, bei dem der eigens entwickelte Vollhybrid-Ansatz durchschlägt. Ein zwei Liter großer Vierzylinder Direkteinspritzer mit 143 PS fungiert größtenteils als Stromlieferant für den Elektromotor. Beide generieren eine Systemleistung von 185 PS bei einem Drehmoment von 315 Nm. Die Kraftübertragung ohne Getriebe wechselt dabei jeweils situationsbedingt von Elektro-, zu Hybrid- oder Verbrennerbetrieb. Das alles geschieht ohne notwendiges Zutun des Fahrers, der von alldem auch nichts spürt.

Während man beim Anfahren oder zwischen den Häusern meist ausschließlich elektrisch unterwegs ist, setzt der Hybridmodus erst bei nachhaltigem Gasfuß ein. Dabei werden die Räder jedoch weiter über den Elektromotor angetrieben. Erst bei anhaltend schneller Autobahnfahrt übernimmt der Verbrenner dann komplett. Bei Bedarf auch mit zusätzlicher elektrischer Boost-Funktion.

Der Civic e: weist nach dem Facelift eine hohe Anzahl von sinnvollen Assistenzsystemen auf. Dazu gehören Spurhalteassistent, ohne, dass der durch ständiges sich einmischen nervt und ein adaptiver Tempomat. Allerdings gehören Warnsignale auch bei minimalstem Überschreiten der angezeigten Höchstgeschwindigkeit ebenso dazu. Die kann man nach jedem Startvorgang des Fahrzeugs jedoch wieder deaktivieren.

Der Honda Civic e: ist sich bei nur kleinen optischen Eingriffen auch in seiner elften Generation treu geblieben. Als ebenso funktionale wie optisch gefällige Coupé-Limousine.
Technische Daten Honda Civic e:
Ausführung: fünfsitzige Coupé-Limousine

L / B / H: 4,56, / 1,80, / 1,41 Meter
Radstand: 2,73 Meter
Kofferraumvolumen: 410 – 1220 Liter
Leergewicht / Zuladung: 1553 / 397 kg
Motoren: 4 Zylinder Otto / Elektro
Systemleistung: 184 PS
Getriebe: e-CVT
Antrieb: Front
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
CO2-Emissionen: 113 g/km
Basispreis Ausstattung Sport: 38.900 Euro
Text und Fotos: Charlys Autos

