Nissan Qashqai 3.0: Die Konkurrenz ist gewachsen

Nissan ist Qashqai. Und Qashqai ist Nissan. Stimmt so zwar nicht ganz. Aber zumindest teilweise. Denn nachdem der japanische Autobauer mit diesem Fahrzeug im Jahr 2007 das Segment der sogenannten Crossover eröffnete, entwickelte sich nicht nur das eigene „Kind im Haus“ zum Renner an der Verkaufstheke. Es hatte auch zur Folge, dass viele Konkurrenten es dem Erfinder nachtun wollten.

Kein Wunder also, wenn jetzt nach ein paar „Versprengten“ gegen Ende der Nuller Jahre rund 30 ähnliche Fahrzeuge von Herstellern quer durch den Markt ein Stück vom Crossover-Kuchen haben wollen. Denn jetzt hat Nissan die dritte Generation seines Verkaufslieblings vorgestellt. Das hat nicht nur beim Design, bei den unterschiedlichsten Assistenz-Systemen, sondern auch bei der viel gepriesenen Konnektivität und vor allem auch beim Antriebsstrang Spuren hinterlassen. Denn auch Nissan biegt im Zuge mit der Renault-Kooperation auf die Elektrospur ein.

Nissan Qashqai 2021

Der Qashqai geht jetzt mit Preisen ab 25.790 Euro in der Basisvariante Visia in die dritte Generation. Für Nissan ist der Qashqai eines der wichtigsten Fahrzeuge schlechthin. Drei Millionen Einheiten wurden seit 2007 in Europa verkauft und den Qashqai sieht man auch in Deutschland immer noch häufig im Straßenverkehr. Die Neuauflage besticht durch eine sportlichere Linienführung, hat mehr Coupé-Charakter und wirkt mit ihrer hohen Gürtellinie und dem schlanken Karosserie-Körper dynamischer. 

Bei den Scheinwerfern haben die Designer einen Trick angewandt, der dem Fahrzeug mehr stromlinienförmigen Charakter verleiht. Vom Kühlergrill weg wird das Tagfahrlicht in einem sehr schlanken Element nach oben in die Motorhaube gezogen. Im unteren, waagerecht verlaufenden Teil sind LED-Leuchten untergebracht. In den teureren Varianten sind diese mit einer Matrix-Funktion ausgestattet.

Im Vergleich zum Vorgänger hat der neue Qashqai im Innenraum vorn wie hinten deutlich an Raum gewonnen. Vorn hat man vor allem mehr Beinfreiheit erhalten. Im Kofferraum stehen je nach Konfiguration der Rücksitzlehnen zwischen 436 und mehr als 1400 Litern zur Verfügung. Das Cockpit ist übersichtlich und funktionell eingerichtet. Der neun Zoll große Bildschirm für Navigation und Infotainment kann nur mit Berührungsfunktion bedient werden.

Unter der Haube arbeitet derzeit nur ein 1,3 Liter Turbobenziner mit wahlweise 140 oder 158 PS. Einen Diesel sucht man vergebens. Im zweiten Quartal des kommenden Jahres wird eine Hybridversion (E-Power) mit 190 PS nachgelegt. Die stärkere Version bietet Nissan mit einer Xtronic genannten stufenlosen CVT-Automatik (kostet 1900 Euro) und für 2000 Euro auch mit Allrad an.

In der höheren Motorisierung gibt es verschiedene Fahrmodi, die eine sportlichere Variante bieten. Das Ende der preislichen Fahnenstange bietet die Ausstattungsvariante Tekna+ als Allradler mit Xtronic, Head-Up-Display, Ledersitzen mit Massagefunktion und jede Menge Assistenzsystemen für 44.620 Euro. Wer möchte, kann dem Qashqai ür 500 Euro Aufpreis 20-Zöller mit Alu-Felgen spendieren. Der neue Nissan Qashqai hat auch in seiner dritten Auflage seinem Ruf als Crossover mit vielen inhaltlichen Stilelementen und Wahlmöglichkeiten bei Ausstattung und Assistenzsystemen Ehre gemacht.