DS N0.7: Ein wunderschöner Enkel der „déesse“

Seit die französische Nobelmarke im Stellantis-Konzern, DS, ihre Nomenklatur neu ausgerichtet hat, ändert sich auch die Bezeichnung der jeweiligen Folgemodelle. So ist auch aus dem DS 7 jetzt der DS N°7 (gesprochen Nummer sieben) geworden. Ein SUV als „Enkelin“ in der jahrzehntelangen Geschichte der Göttin (la déesse), die mit zu den schönsten Kreationen des Automobilbaus über Jahrzehnte hinweg gehört. Erhältlich als reines Elektro-Fahrzeug, aber auch als Mildhybrid.

2017 DS7 wurden bei uns 2025 erstmals zugelassen. Was ihn als Bestseller der französischen Premium-Brand mit insgesamt 2781 Verkäufen ausweist. Für DS ist der Modellwechsel auf DS N°7 also ein echter Meilenstein, um ihn als exklusive Alternative mit einem ganz besonderen Flair gegenüber den „üblichen Verdächtigen“ unter den höher angesiedelten Konkurrenten zu präsentieren.

Optisch lehnt sich das exklusive französische SUV auf der Konzern-eigenen STLA-Medium-Plattform sehr an das Topmodell N°8 an, was nicht wundert. Hoch aufragende Illuminierte Front, dazu senkrechte, schmale LED-Tagfahrleuchten, die auch als Rückleuchten in LED-Ausfertigung erstrahlen. Auf den ersten Blick eine imposante, weil ungewöhnliche, Maßanfertigung. Gegenüber dem Vorgänger ist er um sieben Zentimeter auf 4,66 Meter gewachsen. Damit auch nichts den reinen, unverfälschten Gesamteindruck stört und auch um des Luftwiderstandwertes willen wurden die Türgriffe kaum sichtbar als Element der seitlichen Erscheinung eingearbeitet. Bei Bedarf klappen sie aus der Fahrer- oder Beifahrertrür, hinten sind sie in die C-Säule integriert.

Die Cockpit-Gestaltung ist größtenteils dem DS N°8 entnommen. So ragt der Armaturenträger mit dem breiten Infotainment-Display hoch vor den vorn sitzenden Passagieren auf. Auf einer 16- Zoll großen Bildschirmdiagonale sind die Anzeigen für das Navi und andere Infos sehr gut ablesbar. Eine Split-Screen-Einstellung ermöglicht den reibungslosen Wechsel zwischen unterschiedlichen Menüs. Somit auch die Karte der Routenführung stets erkennbar sein. Ein Head-Up-Display Optional für die Windschutzscheibe mit den wichtigsten Daten wird optional angeboten. Auch das bekannte Multifunktionslenkrad mit X-Design Speichen sehen wir im DS N°8 .

Das gesamte Interieur ist sowohl was die Materialien als auch deren Verarbeitung betrifft eine einzige französische Fauteuil-Oase. Stoff, Alcantara und Nappaleder dominieren. Wobei 60 Prozent der Rohstoffe recycelbar sind. Obwohl DS eine exklusive französische Marke ist, betont der Hersteller dank 89 Prozent aller Komponenten immer wieder den europäischen Gesamtanspruch des Fahrzeugs. Die Motoren und Akkus entstehen in Frankreich, das Alcantara Microfaser-Material ist italienischen Ursprungs. Hoffentlich glückliche bayerische Kühe sind für das Nappaleder verantwortlich. Und das Fahrzeug wird, gemeinsam mit dem DS N°8 im italienischen Melfi gebaut.

Die steigenden Ausstattungslinien nennen sich Aura, Pallas, und Etoile. Außerdem wird es zur Markteinführung das Sondermodell „La première Edition“ geben. Je nach Ausstattungsversion erhält man eine  adaptive Dämpfersteuerung, um die Abstimmung nach den Ergebnissen eines Kamera-Scans den Gegebenheiten entsprechend anzupassen Außerdem verfügen die höheren Linien über einen Spurwechselassistenten, der zwischen 70 und 140 m/h beim Auslösen des Blinkers  automatisch in den benachbarten Fahrstreifen einlenkt.

Die Varianten mit Batterie-elektrischem Antrieb tragen den Namen DS N°7 E-Tense. Mit dem 74 kWh großen Akku gib DS eine Reichweite von 543 Kilometern an. Die Variante DS N°7 Long Range ist mit einen 97 kWh Akku ausgestattet und soll damit auf eine Reichweite von 740 Kilometern kommen. Beide Fahrzeuge verfügen über einen Frontmotor. Topmodell des DS N°7 ist die Ausgabe mit einem zweiten Elektromotor an der Hinterachse für den Allradantrieb. Dessen Systemleistung liegt bei 357 PS.  Mit dem ebenfalls 97 kWh sollen 679 Kilometer Reichweite möglich sein. Mittels CCS-Stecker bis zu 160 kW Leistung erfolgen. Wobei sich der große Akku laut Hersteller in 27 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden lässt. Zum dreiphasigen Wechselstrom mit 11 kW wird es  optional wird ein 22-kW-Ladegerät geben. Alle elektrischen DS N°7 sind bei einer Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h abgeriegelt.

Zweite Möglichkeit ist neben dem BEV (battery electric vehicle) ein Mildhybrid-Benziner. Einen Plug-In-Hybrid wird es nicht geben, der Diesel allerdings wird aus dem Programm genommen. Die Kraft eines 1,2 Liter großen Dreizylinder-Benziners mit 136 PS überträgt ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Der 28 PS starke Elektromotor steckt in dessen Gehäuse. Die Systemleistung des Mildhybrid-Antriebs beträgt 145 PS. Die Höchstgeschwindigkeit des DS N°7 Hybrid 145 liegt bei 201 km/h. Bei einem angegebenen Verbrauch von 5,3 Litern auf 100 km sind mit dem 55 Liter großen Tank rechnerisch also über 1.000 Kilometer Reichweite möglich. Ein zweiter Hybrid mit einem stärkeren Vierzylinder-Benziner und einer höheren Systemleistung soll nachgeschoben werden.

Die Preise hat DS auch schon angegeben. Der neue DS N°7 Pallas wird ab 47.700 Euro als Hybrid erhältlich sein. Die Preise für den vollelektrischen DS N°7 werden ab 56.300 Euro starten; ab 61.700 Euro für die Long Range Variante. Der Marktstart ist für Herbst 2026 geplant.

Text: Charlys Autos / Fotos: Charlys Autos, Dino Eisele