
Seit fast 35 Jahren ist der Name Frontera bei Opel ein Begriff. Alles begann auf der IAA 1991. Dort präsentierte der deutsche Autobauer seinerzeit ein bis dato in dieser Art und Weise nicht bekanntes Fahrzeug. Ein „Allradgetriebenes Freizeitmobil“. Etwas, mit dem der geneigte deutsche Autofahrer zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen konnte. Er fand sich damit auf der Straße ebenso sicher und komfortabel zurecht wie im Gelände. Kein Wunder, dass man diesem allseits bestaunten Ausstellungsstück den Namen Frontera („Grenzgänger“ im Spanischen) gegeben hatte.

Noch vor dem Toyota RAV 4 baute Rüsselsheim seinerzeit Form und Funktion eines Automobils auf, das heute zu „en gros“ unsere Straßen bevölkert: Als kompakter Dreitürer den des SUV. Dazu noch als Fünftürer mit langem Radstand in Richtung Geländewagen. Von 1991 bis 2004 ging der Frontera „wie geschnitten Brot“ über die Ladentheke bei den Händlern. Dann stellte Opel den Frontera ein.

Doch was gut ist, kommt wieder, sagt ein Sprichwort. Und jetzt, im Zeichen der Transformation, ist auch die Zeit für den Frontera wieder gekommen. Opel hat seinen frühen Grenzgänger wieder reaktiviert. Allerdings unterscheidet sich der Nachfolger erheblich von den verflossenen Generationen der ersten 13 Jahre. Der Frontera des Jahres 2025 ist nicht nur kompakter, kleiner und etwas rundlicher geworden. Er bietet trotz dieser sichtlichen Reduktion der Maße auf einer Länge von 4,40 Metern ein erstaunlich hohes Raumangebot.

Der wieder zum Leben erweckte Frontera ist alles andere als ein Lückenfüller. Aber in diesem Fall schließt er die Angebotsvariante, die der eingestellte Crossland zwischen Mokka und Grandland hinterlassen hat, auf den Punkt. Er bietet deutlich mehr Platz als der Crossland, er ist ein optischer Hingucker und man hat die Wahl zwischen Verbrenner und Elektroauto .

Wir waren vom Platzangebot für Fahrer und Beifahrer, wie auch in der zweiten Reihe sichtlich angetan. Selbst drei Personen müssen sich nicht „zusammenquetschen“, wenn man im Frontera kommod unterwegs sein möchte. Was für die Passagiere gilt, das trifft auch für das Gepäck zu. Der Kofferraum offeriert je nach Sitzkonfiguration eine dreidimensionale Nutzfläche mit einem Inhalt zwischen 460 und 1600 Litern. Wem das nicht genügt, für den haben die Rüsselsheimer in Form einer Dachreling vorgesorgt. Dort können 240 Kilogramm untergebracht werden. Wer also mit dem Frontera unterwegs sein möchte und ein Dachzelt vorzieht, für den bietet der neue Frontera alle Möglichkeiten.

Und natürlich hat sich gegenüber dem Jahr 1991 einiges in Sachen Antrieb verändert. So wird es den Frontera sowohl als Verbrenner- wie auch als Elektro-Vyariante geben. Beim Mildhybrid sorgt der bekannte 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner für den Vortrieb. Das Aggregat gibt es zwei Leistungsstufen mit 100 oder 136 PS. Beide Versionen werden von einem 28 PS starken Elektromotor unterstützt. Der ist direkt in das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe integriert .

Daneben bietet Opel auch den Frontera Electric an. Dessen Elektromotor leistet 113 PS. Opel gibt die Reichweite mit 305 Kilometer nach WLTP an. Die maximale Ladegeschwindigkeit soll 100 kW betragen. Den Frontera Electric wird es ab 28.990 Euro geben Die Preisliste für den Hybrid-Frontera beginnt bei 23.900 Euro und geht hinauf bis zu 29.900 Euro für das Topmodell.
Text und Fotos: Charlys Autos
