
Traditionell beginnt die zweite Hälfte der Deutschen Tourenwagenmasters, der DTM, nach der Sommerpause am Nürburgring. Timo Glock (Kreuzlingen/Dörr Motorsport) fuhr am Freitag beim Auftakt zum fünften Saisonstopp auf dem Nürburgring im McLaren 720S GT3 Evo mit 1:26,209 Minuten die
Trainingsbestzeit. „Natürlich war es nur das Freie Training, aber so ein Ergebnis tut einfach gut.
Für uns als Team ist die Herausforderung DTM ein kontinuierlicher Prozess und es geht in die
richtige Richtung. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass Dörr Motorsport erst das zweite
Jahr dabei ist. Ich freue mich auf ein mega DTM-Wochenende am Nürburgring“, sagte Glock.

Mit einem Rückstand von 0,044 Sekunden war Glocks Teamkollege Ben Dörr (Butzbach)
zweitschnellster Fahrer. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) belegte in seinem Ferrari
296 GT3 Rang drei. Nur zwei Tausendstelsekunden langsamer war Ricardo Feller (CH/Audi R8
LMS GT3 Evo2) vom Team Land-Motorsport als Vierter. Ayhancan Güven (TR) steuerte den
Porsche 911 GT3 R von Lokalmatador Manthey EMA auf Platz fünf.

Die Top-Zeiten wurden im zweiten Freien Training am Freitagnachmittag bei Temperaturen
von 25 Grad Celsius erzielt. Glock gehörte von Anfang an zu den schnellsten Fahrern. Die
Bestmarken purzelten allerdings erst in den letzten 15 Minuten, als viele Fahrer mit frischen
Pirelli-Reifen Qualifikations-Simulationen fuhren. Vermeulen übernahm zunächst die Führung,
wurde aber kurz danach von Dörr als Spitzenreiter abgelöst. Buchstäblich in der letzten
Sekunde gelang Glock die schnellste Runde des Tages. Der Auftakt in die zweite Saisonhälfte
am Nürburgring bewies einmal mehr die hohe Leistungsdichte in der DTM: Die ersten 15
Fahrer lagen innerhalb von einer halben Sekunde.

Das erste Freie Training am Vormittag hatte Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing) für sich
entschieden. „Wir waren hier vor einigen Wochen testen und sind dadurch möglicherweise mit
einem kleinen Vorteil ins Wochenende gestartet“, erklärte der Ferrari-Pilot. „Ich freue mich
immer ganz besonders auf die DTM-Rennen am Nürburgring. Die Strecke hat eine
unglaubliche Tradition, wir haben hier aber noch kein Rennen gewinnen können – das wollen
wir ändern. Ich habe auch schon einige britische Fans gesehen, die geben mir natürlich eine
Extraportion an Motivation.“

Text: DTM media / Fotos: Charlys Autos
