1000-km-Rennen: Porsche-Sieg beim Klassiker

Zum großen Nürburgring-Klassiker, dem 72 Jahre alten 1000-km-Rennen, hatte der Spätsommer noch einmal alle Kraft in die letzten Kurven gelegt. Bei strahlendem Sonnenschein gingen rund 100 Teams, eine bunte Mischung aus 40 Prozent Porsche, 40 Prozent BMW und vielen Rennerprobten Marken aus sieben Jahrzehnten auf die Strecke. Dort siegten im Lauf der Jahrzehnte alle großen Rennlegenden wie Alberto Ascari, Stirling Moss, Phil Hill, John Surtees oder Jacky Ickx.

Beim Sieg des Porsche 911 RSR mit Michael Hess, Altfrid Heger / Matthias Wasel fuhren zwei Teams aus der Region unter die Top ten. Berg- und Slalomspezialist Patrick Orth aus Bergweiler überraschte mit einem siebten Platz im Gesamtklassement gemeinsam mit Johannes Dambach und Axel Duffner auf einem BMW 325. Das Eifeler Trio Alexander Köppen / Sebastian Rings / Lukas Bares stellte seinen BMW 325i E36   auf Rang zehn ab. Zehn Ränge dahinter brachte Team Köppen mit Sven Schulte und Marcel Kiesch einen weiteren 325i auf P 20 ins Ziel.

Das Bergweiler Vater- und Sohn-Duo Axel und Max FrIedhoff, im vergangenen Jahr Gesamt-Neunter, mussten seinen Porsche 964 Cup schon nach zwei Runden abstellen. „Max ist die Einführungsrunde und die beiden ersten Rennrunden gefahren und spürte dann auf einmal heftige Vibrationen beim Einlegen des fünften Gangs“, berichtete Axel. „Da haben wir uns dazu entschlossen, das Auto raus zu nehmen, ehe wir das Getriebe schlachten. Das hätte gut gerne 10.000 Euro oder mehr gekostet.“

Lange bangen um seinen Einsatz musste das Trier-Saarburger Peugeot-205-GTI-Team. Arno Bauschert war ins Qualifying gestartet, kam nach Problemen rein, Eric Freichels fuhr noch eine Runde zum checken und kam mit fast abgeschertem Rad in die Box: Zentralmutter der Antriebswelle verloren, Radlager defekt. Peugeot-Rennfahrerkollege Manfred Fleer aus Rheinbach kam über 65 Kilometer von zu Hause mit den Ersatzteilen, in 20 Minuten hatte das Team um Thomas Ostermann, Eric Freichels, Carsten Stocky, Arno Bauschert, Michael Klotz den Schaden behoben und schaffte es  in die Startaufstellung. Am Ende stand Gesamtplatz 45 und der Klassensieg für das „Löwen-Team.“

Höhepunkt des Sonntags war das Comeback der Sportprototypen aus den Goldenen Zeiten des Langstreckensports. Klassiker wie der Porsche 917 und der Ferrari 512 S trafen auf „Ringeltauben“ wie den Nomad BRM MK.1. Das 1000-km-Rennen schrieb an diesem Tag Motorsportgeschichte.

Text und Fotos: Charlys Autos