Facelift für den Hilux: Toyotas Pick-Up (nicht nur) fürs Grobe

Kann ein robustes, geländegängiges Auto, das in Thailand gebaut wird, auch etwas für die Region an Mosel und Saar, in Eifel und Hunsrück sein? Das haben wir versucht, heraus zu finden und das meistverkaufte Midsize Pick-Up, den Toyota Hilux zwei Wochen lang gefahren. Und das nicht nur auf asphaltierten Straßen, so wie sich das für ein solches Auto gehört.

Ende vergangenen Jahres hat der japanische Autobauer die neue Generation, mittlerweile schon die neunte, des vielseitig einsetzbaren Pick-Ups herausgebracht. Mit einer Länge von 5,32 Meter, 1,86 Meter Breite und 1,80 Meter Höhe sind die Proportionen weitestgehend genauso wie der vorangegangenen Generation.  Das klassische Konzept mit Leiterrahmenkonstruktion und zuschaltbarem Allrad bleibt unangetastet.

Sind die Japaner dabei optisch ihrer Linie mit einigen wenigen, aber deutlich erkennbaren Veränderungen mit hoch angesetzten Scheinwerfern, einem breiteren Kühlergrill mit auffallendem Toyota-Schriftzug und neuen seitlichen Trittstufen zur Ladeflächen treu geblieben, so hat sich im Interieur doch einiges verändert.   

Dort erinnert der rund erneuerte Hilux nun etwas mehr an der aktuellen Land Cruiser Generation. Dazu gehören im Cockpit neben digitalen Instrumenten ein horizontales Armaturenbrett und ein bis zu 12,3 Zoll großer Touchscreen. Das soll eine verbesserte Ergonomie bewirken. Die Bedienelemente für die Geländetechnik wie Drehschalter für die Fahrprogramme und Kippschalter für die Aktivierung der Bergabfahrkontrolle und Hinterachs-Sperre sind vor dem Schalthebel angebracht.

Auch in der überarbeiteten Version vertraut Toyota beim Hilux auf das bewährte Konzept mit Leiterrahmenkonstruktion. Die neue elektrische Servolenkung sorgt für verbessertes manövrieren in engen Alltagspassagen. Beim Sicherheitspaket Toyota T-Mate kommen neben Notbrems- und Spurhalteassistent eine Fahrerüberwachung, Ausstiegswarnung sowie Over-the-Air-Updates für Assistenzfunktionen hinzu. Alle werden mit Toyota Safety Sense, elektrischer Servolenkung, 12,3-Zoll-Infotainment, kabellosem Laden und vernetzten Diensten ausgeliefert.

Bereits beim Vorgänger stand die von uns gefahrene Version mit einem Diesel und Mildhybrid-Unterstützung als Antrieb zur Verfügung. Dessen Leistungsdaten bleiben unverändert:  Der von einem Startergenerator unterstützte Vierzylinder-Turbodiesel mit 2,8 Liter Hubraum generiert 204 PS und 500 Newtonmeter Drehmoment. Das Gleiche gilt auch für die Nutzlast von bis zu einer Tonne und die Anhängelast von 3500 Kilogramm. Hilux-Kunden aus der Region erhalten den Pick-Up mit dem 2,8 Liter Mild-Hybrid Diesel ausschließlich als Doppelkabiner.

Auch bei der überarbeiteten neunten Hilux-Generation hat Toyota viel Wert auf die bewährte Robustheit des je nach Wahl Arbeitstiers oder Freizeitbegleiters in allen Bereichen Wert gelegt und diese beibehalten. Die bewährte IMV-Leiterrahmen Plattform liefert die Basis dazu. Optional kann eine Anhängerkupplung mit einer Stützlast von 130 kg verbaut werden.

Technische Daten Toyota Hilux 2,8 l Double Cab AT 4X4 Invincib

Ausführung:    Doppelkabiner Pick-Up

L / B /H:            5,33 / 1,90 / 1,82 Meter

Ladefläche:     1,53 m lang, 1,65 m breit, 48 mm hoch. 1,10 m zwischen den Radkästen.

Bodenfreiheit:     310 Millimeter

Leergewicht: 2340 kg

Maximale Zuladung:    1005 kg (davon 50 aufs Dach)

Anhängelast gebremst: 3500 kg, (ungebr.750)

Böschungswinkel vorn:                       31,0 Grad

Böschungswinkel hinten:                   26,0 Grad

Wattiefe:                                                  700 mm

Motor:                 4 Zylinder Diesel, Mildhybrid

Leistung:                        204 PS bei 3.400 U/min

Getriebe:                              6-Stufen Automatik

Antrieb:                                                         Allrad

Basispreis:                                         63.498 Euro

Text: Charlys Autos / Fotos: Matthias Elwert