Jetzt auch als Hybrid: Der Nissan Juke

Neben dem Qashqai ist der Juke der Bestseller im Programm von Nissan. Der kompakte Crossover mit dem außergewöhnlichen Aussehen wird dem Zeitgeist folgend fit gemacht. Wir fuhren ihn als Vollhybrid mit einem 1,6 Liter Vierzylinder Motor.

Der Juke war, nein eigentlich ist er immer noch ein Auto, dessen Erscheinung polarisiert. Zwar haben sich die Designer bei der Ausgestaltung des kompakten Crossover in der zweiten Generation etwas zurückgenommen. Aber der Juke fällt immer noch mit seinem pfiffigen Blechkleid-Outfit unter all den maingestreamten Fahrzeugen dieses Segmentes auf.  Hier aber soll es eigentlich mehr um die Technik, als um die Optik des Autos gehen. Und die ist wie die Erscheinung bemerkenswert.

Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs ist bei vielen Fahrzeugen inzwischen eher die Regel als die Ausnahme geworden,. Und auch Nissan hat das in seinem kompakten Bestseller nicht neu erfunden. Allerdings haben die Japaner dieses Vorgehen auch zum Anlass genommen, dem Motor etwas mehr Pep zu verleihen. Denn die 114-PS-Version des Vorgängers wurde öfter als etwas „schwach auf der Brust“ empfunden.

So bot sich die Gelegenheit, die Synergie-Effekte der Nissan-Renault-Mitsubishi Allianz zu nutzen. Denn die 96 PS des 1,6 Liter großen Vierzylinder Benziners werden von einem Elektromotor (49 PS mit 205 Nm) und einem HSG-Generator (20 PS und 50 Nm) bereichert. Dieser geschmacklich ausgezeichnete „Antriebseintopf“ ergibt eine Systemleistung von 143. PS. Also rund ein Drittel mehr an Schub unter der Haube als vorher.

Übertragen wird die Kraft auf die Vorderräder über ein Getriebe, dessen Arbeitsweise einer CVT-Automatik ähnelt.- Clou: Die fehlende Synchronisation des Getriebes gleicht der Starter-Generator, der für die ideale Drehzahl verantwortlich zeichnet, aus. Wählen kann man zwischen vier traditionellen Fahrstufen für den Verbrenner und zwei EV-Gängen. Das klingt jetwas kompliziert in der Handhabung. Wenn man jedoch ein wenig in sein Auto „hineinhorcht“ und sich mit den Optionen des Hybriden vertraut macht, gewinnt man Freude am Umgang mit dem elektrifizierten Antriebsstrang.

Auffallend ist, dass der Juke, so wie wir ihn fuhren, im „Sport“-Modus mit deutlich mehr Wucht aus dem Keller kommt, als vorher. Er mutiert zwar nicht zum Kurvenräuber, aber man hat jetzt deutlich mehr Leistung bei Überholvorgängen. Das CVT-ähnliche Getriebe schaltet punktgenau und ohne, dass man davon etwas mitbekommt. Die modifizierte Schaltung sorgt für Energie-Rückgewinnung dadurch für Verbrauchsminderung. Wir kamen im Drittel-Mix auf 5,4 Litern auf 100 Kilometern. Eine überarbeitete Frontschürze, die verkleidete Hinterachse und ein Heckspoiler, der für mehr Abtrieb sorgt, bewirken das Gleiche.

Nissan hat dem Juke mit dem Hybridantrieb und dessen Fahrern gleich zwei Gefallen getan: Er bietet zum einen mehr Leistung, mehr Fahrspaß und er verbraucht weniger als in der nach wie vor erhältlichen Version mit dem 114 PS Verbrenner.

Technische Daten Nissan Juke Hybrid 1,6 Hybrid

Ausführung:                       fünfsitziger kompakter Crossover

L / B /H:                              4,21 / 1,80 / 1,60 Meter

Radstand:                           2,63 Meter

Kofferraum:                         354 –bis 1237 Liter

Leergewicht:                       1362 Kilogramm

Zuladung:                            373 Kilogramm

Motor:                                  Vollhybrid, Vierzylinder Benziner

Hubraum                             1598 ccm

Systemleistung:                  143 PS

Antrieb:                                Front

Höchstgeschwindigkeit:      166 km/h

Getriebe:                            automatisch

Schadstoffklasse:               Euro 6d

Verbrauch (eigen)              5,4 Liter / 100 km

CO2-Wert:                         115 g/km

Grundpreis:                        28.600 Euro