Gegen Mitbewerber wie VW Tiguan, Toyota RAV4 oder auch Ford Kuga tritt der japanische Autobauer Subaru ab sofort mit der vierten Generation seines Kompakt-SUV Forester an. Der Forester ist eines der meist verkauften Modelle des japanischen Allrad-Spezialisten. Seit 23. Februar steht die vierte Generation des Bestsellers in den Showräumen.
Dem neuen Subaru Forester widerfuhr mehr als nur ein Facelift seines Vorgängers, ihm wurde nicht nur die berühmte „Frischzellenkur“ verpasst. Zum Einstiegspreis von 28 900 gibt es die Variante mit dem 150 PS starken 2,0-Liter-Benziner, dessen Kraft von einem manuellen Sechsgang-Getriebe auf die Straße (oder eben das Gelände) übertragen wird. Subaru, inzwischen seit mehr als drei Jahrzehnten mit seinen Produkten auf dem deutschen Markt vertreten, setzt weiter auf das Prinzip des flachen Boxermotors. Drei Vierzylinder-Boxer stehen demzufolge für den neuen Forester zur Auswahl:
Seit einigen Jahren haben die Japaner aber auch den Selbstzünder für sich entdeckt. Wer also einen Diesel, ebenfalls nach dem Boxer-Prinzip gebaut, dem Ottomotor vorzieht, wird ab 31.200 Euro beim 147 PS starken 2.0D fündig werden. Am oberen Ende der Angebotspalette rangiert der 2.0XT mit einem 240 PS starken Benziner. Die reichhaltig ausgestattete Modellvariante mit dem direkt einspritzenden und Abgas-aufgeladenen Benziner wird ab 39 900 Euro angeboten.
Die neue Forester-Generation ist im Vorgleich zu Nr. 3 auf 4,59 Meter gewachsen, das sind 3,5 Zentimeter mehr. In der Breite kamen 15 Millimeter (jetzt 1,79 Meter) hinzu. An der Optik wurde ebenfalls an einigen Details Hand angelegt. An den zweigeteilten Kühlergrill, ein Markenzeichen des Subaru Forester, gingen die Blechkleid-Schneider allerdings nicht heran. Etwas mehr optische Wucht erfährt der Neue durch breite Frontstoßfänger. Die Proportionen des Hecks gefallen durch schmale, nach vorn gezogenen Rückleuchten.
Was den Kompakt-SUV bisher auszeichnete, war ein Innenraum mit üppiger Bein-, Kopf- und Ellbogenfreiheit. Die Innenraum-Designer haben es geschafft, der Karosserie bei der Weiterentwicklung noch einmal ein paar Zentimeter an Bewegungsfreiheit und Komfort ab zu gewinnen. Die gewohnt hohe Sitzposition des Fahrers und eine voluminöse Fensterfläche sorgen für großzügige und uneingeschränkte Rundumsicht. Die Kofferabteilung umfasst jetzt 505 Liter, das sind sage und schreibe zehn Prozent mehr als beim Vorgänger-Modell.
Zudem befindet sich unter dem Kofferraumboden eine zusätzliche Ablage für Werkezuge aller Art. Ab der Variante Premium lässt sich die Heckklappe mit der Fernbedienung elektrisch öffnen und schließen. Die Versionen mit stufenlosem Automatikgetriebe sind jetzt mit dem Fahrassistenzsystem X-Mode ausgestattet, das das Drehmoment für optimale Traktion variabel auf die vier Räder verteilt. Hinzu kommen eine Bergabfahrhilfe für schwieriges Gelände sowie eine Berganfahrhilfe. Neu ist das Anhänger-ESP.
Subaru hat sich bei der Weiterentwicklung eines bisher schon guten Autos konsequent an die Anforderungen des betreffenden Kundenkreises gehalten. Das permanente Allradsystem in Verbindung mit dem Assistenz-System X-Mode, den SUV-Eigenschaften des Fahrzeugs und einem leicht modifizierten Gesamtauftritt bewahren den Charakter des Autos, folgen aber auch dem Trend des Herstellers, sich einem größeren Interessentenkreis immer mehr zu öffnen. Subaru ist längst nicht mehr etwas für puristische Schlammwühler, erfüllt gleichwohl aber die Bedingungen für einen entsprechenden Outdoor-Einsatz. Zudem gewährt Subaru fünf Jahre Garantie auf alle Modelle. Beim Euro-NCAP Crashtest wurde dem neuen Forester die Höchstwertung von fünf Sternen erteilt.
Der Kunde hat die Wahl aus vier Ausstattungslinien. Bereits das Basismodell beinhaltet ESP und einen Bremsassistenten sowie ein Start-Stopp-System.
Text und Fotos: Jürgen C. Braun