BMW bekommt einen neuen Chef: Der derzeitige Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic soll am 14. Mai 2026 das Amt von Oliver Zipse übernehmen. Dieses Amt hatte auch Zipse inne, bevor er 2019 an die Spitze des Unternehmens rückte.

Zipse legt sein Amt demnach am 13. Mai planmäßig nieder – an diesem Tag hält BMW seine Jahreshauptversammlung ab. Zipse wird im Februar 62 Jahre alt, bei BMW ist eigentlich eine Altersgrenze von 60 Jahren für Vorstände üblich, diese wurde bei der letzten Verlängerung seines Mandats bis 2026 überschritten. Das dürfte auch bei Nedeljkovic der Fall sein. Er wird bei Amtsübernahme 57 sein, sein Vertrag läuft bis ins Jahr 2031.

Nedeljkovic ist – BMW-typisch – schon lange im Unternehmen. 1993 begann seine Laufbahn als Trainee. Sie führte ihn unter anderem über die Werke Oxford und Leipzig. In letzterem war er als Leiter für den Start von BMWs Elektroauto i3 verantwortlich. Neben der deutschen hat er auch die serbische; in Serbien wurde er 1969 geboren. Er kam in den 1970er Jahren als Kind nach Deutschland, studierte später in Aachen und am MIT in den USA Maschinenbau und promovierte an der TU München.

Zipses Verlängerung hatte es dem BMW-Chef ermöglicht, das wichtigste Projekt seiner Amtszeit, den Start der Neuen Klasse als Basis für die Elektrostrategie des Unternehmens noch auf den Weg zu bringen. Diese sei das „größte Zukunftsprojekt des Unternehmens“, lobte der Aufsichtsratsvorsitzende Nicolas Peter.

Text: Charlys Autos mit Material vonm AMU / Fotos: Charlys Autos, BMW

