Essen Motor Show: Zu Gast im Tuning-Tempel

Mit Fachbesucher- und Presse-Vorab-Tag hat am Freitag die „Essen Motor Show“ begonnen. Traditionell trifft sich Ende November / Anfang Dezember seit mittlerweile mehr als vier Jahrzehnten in den Hallen am Gruga-Park der Ruhrmetropole alles, was Spaß an ungewöhnlichen, Leistungs-gesteigerten, historischen Fahrzeugen und sportlichen Serienmodellen hat. Die „EMS“ ist Europas größte Tuningmesse, wenn nicht sogar die bestbesuchte ihrer Art weltweit. Weiterlesen

Einmal im Leben: Das Zähmen der erotischen gelben Bestie

Ganz ehrlich, lieber Leser: Würden Sie ernsthaft daran denken,  sich ein Fahrzeug an zu schaffen, das einen Kofferraum von knapp elf Litern  hat(reicht kaum für eine Damen-Handtasche, habe ich mir sagen lassen), und für dessen Besitz Sie beim Hersteller auch noch eine Online-Bewerbung über sich ergehen lassen müssen, um überhaupt in das Vergabe-Verfahren aufgenommen zu werden?  Nein, wir sprechen hier nicht von einem Ferrari oder einem „Lambo“ mit einer limitierten Sonderauflage, sondern von einem Ford. Von DEM schlechthin: Zwei Buchstaben zeichnen ihn aus, sagen aber längst noch nicht alles über seine Faszination: GT. Ford GT Weiterlesen

Autocross am Rand der EU: Wenn der Islek bebt

Wenn Motorsportfreunde, die vorzugsweise am Wochenende Rennen irgendwo auf einer Rundstrecke oder einer Rallyeprüfung besuchen, um sich ein Event mit Fahrzeugen auf zwei oder vier Rädern an zu sehen, dann sind sie meist  mit den technischen Vorgaben und dem Regelwerk vertraut. Und auch mit der Kommunikation zwischen allen  Beteiligten, wenn es um Rennverläufe, um Zwischenfälle „auf der Piste“  geht.  Wenn dann aber die Rede davon ist, dass eine Pilotin „och wierklech stramm ënnerwee“ war,  und dass eine junge Fahrerin von einer  „gefreckte Kardan an eng Kupplung déi de Geescht opginn huet“ spricht, dann können damit nur Menschen eines bestimmten Schlages und einer bestimmtem Region etwas anfangen.

Dann geht es nämlich um Autocross, um die südwestdeutsche Meisterschaft – an der aber Teilnehmer(innen)  aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg teilnehmen – und um eine Veranstaltung, die immer zum frühen Herbst  im Grenzraum zwischen Deutschland, Belgien und Luxemburg über die Bühne geht. In den sogenannten „Krautscheider Laachen“, einer Senke inmitten bewaldeter Eifelhöhen,  findet dann der vorletzte von zehn Läufen des SWASV (Südwestdeutscher Amateurcross-Sportverband) statt. So wie auch in diesem Jahr am ersten Oktober-Wochenende.

230 Fahrerinnen und Fahrer waren wieder zugange beim Autocross-Festival. Das ist so eine Mischung aus Motorsport, aus Kirmes, aus Rodeo, aus grenzüberschreitendem Spektakel am westlichen Rand der Europäischen Union. Das ist ein 850 Meter langer,  welliger, Naturkurs auf lehmigem Bode. Mal plattgewalzt, mal mit sehr sandigen, lockeren Seitenwänden. So eine Art römische Kampfarena wie zu Wagenrennen-Zeiten. Etwas für Freunde von Fürst Juda Ben Hur aus dem gleichnamigen Leinwand-Streifen aus den 1960er Jahren mit Charlton Heston in der Hauptrolle.

Autocross-Rennen sind aber alles Andere  als auf blindwütige  Zerstörung ausgelegte „Hahnenkämpfe“ von Frauen und Männern in Gitterrohr-Käfigen.  Das weiß und erklärt auch Andreas Loskyll von der Autocross-Veranstaltergemeinschaft Krautscheid.  Er wirkt im Hintergrund als Organisator bei den Rennen mit, fährt aber selbst noch in einem Honda Civic 1,4 in der Klasse der frontgetriebenen  Serientourenwagen bis 1600 Kubik mit. „Bevor jemand auf die Strecke darf, muss er mit dem Auto zur technischen Kontrolle und Papierabnahme. Es gibt feste Regeln, nach denen auf der Strecke gefahren wird, auch wenn das alles ziemlich wild aussieht, und Berührungen oder Crashs durchaus an der Tagesordnung sind.“, sagt er. „Safety first“ gilt auch hier.

Die Teilnehmer(innen)  kommen aus Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Belgien. Im Fahrerlag oberhalb der „Laachen“, wo fleißig gewerkelt wird und die Motohomes für ein paar Tage ihren festen Platz gefunden haben, herrscht demzufolge auch ein bunt gemischtes Sprachengewirr. Was der gegenseitigen Kommunikation aber keinen Abbruch tut. Wie  bei Tania Schleich vom AC Team Letzebuerg.  Die 26jährige Autocrosserin,  gerade mal 1,60 Meter groß, mischte mit ihrer giftigen Hayabusa,die männliche Konkurrenz in der Klasse der Spezial Auto-Cross bis 1600 Kubik gewaltig auf. Sie fährt seit vielen Jahren, hauptsächlich gegen männliche Konkurrenz.  „Ich bin mit dieser Sportart aufgewachsen. Vater und Mutter sind Autocross gefahren, ich wurde als kleines Kind schon mitgenommen.“ Tania fährt. Der Vater, in Personalunion Mechaniker, bereitet ihren Hayabusa vor.

Vor technischen Schäden  ist man beim Autocross nicht gefeit. Womit wir dann zu der   Auflösung des kleinen verbalen Rätsels zu Beginn und der Übersetzung aus dem „Letzebuergischen“ (Luxemburgischen) ins Deutsche kämen. Wenn jemand „och wierklech stramm ënnerwee“ ist, dann bedeutet das in dem kleinen Großherzogtum, dass er oder sie gut unterwegs“ ist.  Und eine „gefreckte Kardan an eng Kupplung déi de Geescht opginn huet“ sind nichts anderes als eine defekte Kardanwelle und eine Kupplung, die ihren Geist aufgegeben hat. Autocross in der Westeifel ist also nicht nur exotischer Motorsport, sondern gleichzeitig auch ein Sprachkurs der ganz besonderen Art.

 

 

 

 

 

 

 

 

VLN Lauf Nr. 8: Fader Beigeschmack

Großer Jubel auf dem Siegerpodes, aber auch ein fader Beigeschmack nach dem achten Lauf der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring: Das Team AutoArena Motorsport feierte beim 50. ADAC Barbarossapreis den ersten VLN-Triumph. Patrick Assenheimer und Dominik Baumann überquerten im Mercedes-AMG GT3 nach 28 Runden mit einem knappen Vorsprung von 3,651 Sekunden als Sieger die Ziellinie.Doch die Meisterschaftsfrage wird von unrühmlichen Begelitumständen tangiert

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Platz drei beim achten Saisonrennen ging an Jonathan Hirschi, Jordan Tresson und Hunter Abbott im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport. Seit acht Jahren ist Patrick Assenheimer in der VLN am Start. 2011 debütierte der 26-jährige mit einer Mercedes-Benz C-Klasse in der Klasse V4. Bis 2016 fuhr er gegen die BMW-Armada in der Produktionswagenklasse und feierte drei Klassensiege. In seinem 56. Rennen folgte nun sein erster Gesamtsieg. „Unglaublich“, strahlte er nach dem Rennen. „Endlich auf dem Podium ganz oben zu stehen, war ein geniales Gefühl – Hammer.“

Die Schlussphase zwischen den beiden Mercedes-AMG GT3 war extrem spannend. Die Debütanten von SPS führten über weite Strecken das Rennen an, leisteten sich dann aber einen kleinen aber folgenschweren Fehler. Beim letzten Boxenstopp unterschritt das Team die Mindeststandzeit um 0,9 Sekunden. Das wurde mit einer 36-sekündigen Zeitstrafe geahndet. „Wir wären auch mit Platz zwei zufrieden gewesen“, bewies Assenheimer Sportsgeist. „Aber wir nehmen den Sieg natürlich gerne mit.“ Mortara war trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „SPS hat einen fantastischen Job gemacht und wirklich starke Performance gezeigt. Für mich war es ein spannendes und tolles Wochenende.“

Hinter dem Spitzentrio stellten zwei zukünftige GT3-Fahrzeuge ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis. Maxime Martin und Darren Turner kamen bei der Premiere des Aston Martin Vantage GT3 auf Rang vier ins Ziel. Nur einen Platz dahinter beendeten Christopher Haase und Jamie Green das Rennen im neuen Audi R8 LMS.Beide Fahrzeuge verfügen noch nicht über eine finale Homologation für die GT3-Klasse, starteten deshalb in der Klasse SPX. Das Reglement sieht für diese Testeinsätze vor, dass die Fahrzeuge vom Ende der ersten Startgruppe das Rennen aufnehmen und zudem bei jedem Boxenstopp eine 20 Sekunden längere Mindeststandzeit eingehalten werden muss.

Nach dem Rennen gab es zwei Technische Proteste, die Auswirkungen auf die Meisterschaft haben werden, weil Disqualifikationen nicht als Streichergebnis herangezogen werden können. Das Pixum Team Adrenalin Motorsport legte gegen das V4-Siegerfahrzeug von Manheller Racing einen Protest ein. Bei der Untersuchung wurde am beanstandeten BMW 325i eine unzulässige Bearbeitung der Motorraumabschirmung / Motorunterschutzes festgestellt. Dies führte zur Disqualifikation durch die Sportkommissare. Manheller Racing hat diese Entscheidung akzeptiert.

Manheller Racing legte seinerseits Protest gegen den BMW 325i von Adrenalin ein. „Bei der Prüfung des Protests wurde festgestellt, dass dieser unzulässiger Weise von einem der beiden Fahrer unterschrieben war. Sportrechtlich ist jedoch nur der Bewerber zur Abgabe eines solchen Protests berechtigt. Aus diesem Grund musste der Protest als unzulässig zurückgewiesen werden“, sagte Andreas Witkowski, Vorsitzender der Sportkommissare. Trotzdem wurde der Adrenalin-BMW disqualifiziert, weil die Technischen Kommissare bei der bereits begonnenen Protestuntersuchung einen Verstoß gegen die technischen Bestimmungen des Produktionswagen-Reglements festgestellt haben. Dagegen hat Adrenalin Berufung angekündigt. Das Ergebnis der Klasse V4 bleibt bis zur endgültigen Entscheidung des DMSB-Berufungsgerichts offen. Vorläufig übernehmen Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils, im  Porsche Caymander Klasse V5 die Führung.

 

Rallye-WM: Jetzt ein Dreikampf um den Titel

Aus dem Duell Thierry Neuville gegen Sébastien Ogier um die Krone im Rallyesport der Saison 2018 ist jetzt endgültig ein Dreikampf geworden. Nach seinem Wiederholungs-Sieg bei der ADAC Rallye Deutschland aus dem Vorjahr hat der Este Ott Tänak im Toyota Yaris WRC zu den beiden Führenden aufgeschlossen. Nach den beiden aufeinander folgenden Siegen bei der superschnellen Schotter-Rallye in Finnland und dem Triumph auf dem Asphalt im Südwesten Deutschlands ist der strohblonde Mann aus dem Baltikum nun selbst ein ernsthafter Titelkandidat. Weiterlesen

Rallye: Tänak führt nach der ersten Prüfung

Vorjahressieger Ott Tänak (EST / Toyota Yaris WRC),  führt die ADAC Rallye Deutschland, den neunten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft, nach der ersten von insgesamt 18 Wertungsprüfungen am Donnerstagabend in St. Wendel an

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Der Este verwies auf dem 2,04 Kilometer langen Kurs zum Showstart der Rallye in St. Wendel den Spanier Dani Sordo (Hyundai i20 WRC) mit 0,4 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Weltmeister Sébastien Ogier (F / Ford Fiesta WRC), folgt auf Rang vier, WM-Spitzenreiter Thierry Neuville (B / Hyundai i20 WRC) auf Rang acht. Der einzige deutsche Starter in einem World Rallye Car, der 29jährige Junioren-Europameister von 2017, Marijan Griebel (Hahnweiler),  folgt auf Rang 17.

Am Freitag stehen die gefürchteten Prüfungen in den Mosel-Weinbergen und im Ruwertal sowie auf einem Rundkurs in der Nähe der saarländischen Gemeinden Wadern und Weiskirchen auf dem Programm. Am Samstag geht es auf den Truppenübungsplatz nach Baumholder, wo die berüchtigten „Hinkelsteine“ auf die insgesamt 88 gestarteten Fahrzeuge warten.

TCR: Jetzt lässt auch Hyundai es krachen

Motorsport und Serienmodelle „befruchten“  sich bei vielen Autobauern gegenseitig.  Der eine profitiert  nicht nur von der Arbeit des Anderen. Die Ergebnisse auf der Strecke, mehr aber noch das Auftreten in der Öffentlichkeit, die sogenannte Performance,  sind für sportliche Serienmodelle der Hersteller so etwas wie der vielzitierte „Opener“.  Mit dem i30 N, einem richtig scharfen „Kracher“ auf der Straße, baut die südkoreanische Marke ihr   Portfolio aus, um vor allem junge Kunden neu hinzu zu gewinnen. Was lag da näher, als sich mit einem erfahrenen Team und einem alten „Fuhrmann“ an der Spitze auch in der ADAC TCR Germany, der neuen Deutschen Tourenwagenserie, zu engagieren. Weiterlesen

Flieg, Thierry, flieg: Das weiße Monster der Mosel

Jetzt   ist es offiziell: Bei der ADAC Rallye Deutschland vom 16. bis 19. August,  dem neunten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft,  geht ein Weltklasse-Feld mit 88 Teams an den Start.  Der Freitag gehört wie immer den legendären Wertungsprüfungen in den Mosel-Weinbergen. Am Samstag herrscht dann überschäumende Stadion-Atmosphäre zwischen den Hinkelsteinen auf der Panzerplatte, einem ehemaligen US-Militärgelände im Hunsrück. Und am Sonntagmorgen geht es vor der abschließenden Powerstage im nördlichen Saarland noch einmal in die „Grafschaft“, eine Ferienregion an der Mittelmosel. 18 anspruchsvolle WP mit mehr als 325 Kilometern gilt es zu bestehen. Weiterlesen

Das ERF: Heiße Öfen, flammende Herzen

Stig Blomqvist, Timo Salonen, Harald Demuth, Jochi Kleint,  Matthias Kahle, und so weiter und so weiter: Wenn hier nicht die ganze große Kapelle der Freunde des Rallyesports drei Tage lang angetreten wäre, sondern die Liebhaber des Fußballsports, dann wäre das in etwa so gewesen als ob Maradona, Pele und Franz Beckenbauer gleichzeitig gekommen wären: Das Eifel Rallye Festival in und um die Metropole der Kreisstadt Daun im Norden von Rheinland-Pfalz,  ist mittlerweile in seiner in Europa unvergleichlichen Art zwar erst  sieben Jahre alt und sprengt doch von Jahr zu Jahr immer mehr die Grenzen des Vorstellbaren. Weiterlesen

Einzig, nicht artig: Das Eifel Rallye Festival

Die Vulkaneifel freut sich auf mehrere zehntausend internationale Gäste, die verfügbaren Unterkünfte in Daun und Umgebung sind seit Monaten ausgebucht, die Teilnehmer haben ihre über 170 automobilen Zeitzeugen der Rallye-Geschichte perfekt vorbereitet, bei den Organisatoren des MSC Daun e.V. im ADAC sorgen viele helfende Hände für die letzten Vorbereitungen. Kurzum: Das ADAC Eifel Rallye Festival (19. – 21. Juli 2018) steht vor der Tür. „Es wird auch Zeit, dass es endlich losgeht, nach gut einem Jahr der Vorbereitung fiebern wir jetzt alle dem Start entgegen“, beschreibt Otmar Anschütz (Daun), der Organisationsleiter  die Stimmung. Weiterlesen

Das Rennen in Wolsfeld: Ein Fest für alle „Bergleute“

Thomas Conrad aus dem württembergischen Dettenhausen  hat in einen Spotwagen-Prototyp mit Zweiliter-Renault-Motor die 56. Auflage des Wolsfelder Bergrennens, des „Großen Preises der Südeifel“ gewonnen. Der 41jährige Kfz-Meister aus der Nähe von Tübingen setzte sich am Pfingstmontag in drei Wertungsläufen auf der 1,64 Kilometer langen Strecke in 3:08,299 Minuten mit einem Vorsprung von 0,719  Sekunden vor Frank Debruyne (Neuried / Dallara F303) durch.

„15 Monate haben wir an dem Prototypen gearbeitet, bis er fertig für den Renneinsatz war. Obwohl ich schon am Sonntag nach den Trainingsläufen ein sehr gutes Gefühl hatte, spielt bei einem solchen Projekt auch immer eine gewisse Portion Unsicherheit mit. Aber es hat alles wunderbar gepasst. Vielen Dank dem Veranstalter, der mir auf dieser äußerst diffizilen Strecke diesen Sieg ermöglich hat“, freute sich der Triumphator vom „Eifeler Klein-Monaco“  über den Triumph.

Vorjahressieger Georg Lang (Schweinfurt) kam im Tatuus FR 2.0 auf Rang drei. Eine tolle Vorstellung lieferte Lokalmatador Patrick Orth (Bergweiler), der im Opel Kadett 16V hinter Publikumsliebling Bruno Ianniello (CH / Lancia Delta S4) auf den sechsten Platz im Gesamt-Klassement vorfuhr. Rund 5000 Zuschauer auf den einzigartigen  Naturtribünen entlang der 1,64 Kilometer langen Strecke von Wolsfeld nach Wolsfelderberg verfolgten an den beiden Pfingsttagen eines der größten Motorsport-Ereignisse der Region.

Nachdem am Sonntag der eigentlich geplante dritte Trainingslauf wegen  Dauerregens abgesagt werden musste, gingen die 186 gemeldeten Piloten aus fünf Nationen am Pfingstmontag bei abgetrockneter Strecke und besten Bedingungen an den Start. Die zur Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft und anderen wesentlichen Berg-Prädikaten  zählende Veranstaltung hat sich dank der seit vielen Jahren vorbildlichen  Organisation  des Veranstalters  Eifelmotorsportclub (EMSC) Bitburg ihren festen Platz im jährlichen Rennkalender gesichert.

„Die Menschen hier sind ungeheuer gastfreundlich und  haben  eine ganz besondere Beziehung zum Motorsport“, sagte uns der belgische Bergmeister Martin Bach. Und der muss es eigentlich wissen, ist er doch gut befreundet mit seinem Landsmann Thierry Neuville. Der Hyundai-Rallyepilot ist  wie Bach im deutschsprachigen Grenzstädtchen St. Vith zu Hause. Neben Belgiern, Franzosen und Schweizern war vor allem die gesamte Elite des Luxemburger Bergrennsports in Wolsfeld vor Ort. Das  Rennen in der Eifel ist auch ein Höhepunkt der Meisterschaft des benachbarten Großherzogtums.

Anders als am Sonntag machte die Witterung den Veranstaltern am Renntag bei den drei Wertungsläufen keinen Strich durch die Rechnung. Zwar überschätzte der eine oder andere Pilot entweder das eigene Können oder die physikalischen Gesetze der Fliehkraft. Ansonsten aber hatte Wolsfeld mit seinem ganz besonderen familiären Reiz und seiner malerischen Rennatmosphäre am kleinen Grenzflüsschen Nims wieder einmal für zwei aufregende Festtage des Motorsports in der Region gesorgt

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

 

 

 

„Liga der Supersportwagen“: Start in die ADAC GT Masters Serie

WEC-Weltmeister und Le-Mans-Sieger Timo Bernhard,  DTM-Champion Timo Scheider, und GT1-Weltmeister Lucas Luhr. Die Reihe der Teilnehmer, Fahrer oder Teambesitzer ist äußerst prominent. Und die Namen der neuen Fahrzeuge sind nicht weniger spektakuläre:  Ferrari 488 GT3 oder Honda NSX GT3 – zahlreiche namhafte Piloten und spektakuläre GT-Fahrzeuge feiern am kommenden Wochenende (13. bis 15. April) ihre Premiere im ADAC GT Masters.

Beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben treffen sie zum ersten Mal auf die etablierten Teilnehmer der „Liga der Supersportwagen“.  Die Frage ist dabei: Welchem Fahrerduo und welcher der insgesamt acht Marken im Feld gelingt dabei der beste Saisonstart? Die beiden Rennen des Auftaktwochenendes werden am Samstag und Sonntag ab 13 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.

Gesucht wird der Nachfolger des letztjährigen Champions  des Franzosen Jules Gounon.  Insgesamt 36 stark besetzte GT3-Sportwagen von Audi, BMW, Corvette, Rückkehrer Ferrari, Debütant Honda, Lamborghini, Mercedes-AMG sowie Porsche versprechen eine spannende Saison. Sieben ehemalige ADAC GT Masters-Champions messen sich mit hochkarätigen Gegnern, darunter einige namhafte Neulinge, die erstmals in der Serie antreten.

Als zweifacher FIA-WEC-Titelgewinner und Le-Mans-Sieger (jeweils 2015 und 2017) kommt Timo Bernhard in die Motorsport Arena. Der Sportwagen-Star tritt erstmals für seinen eigenen Rennstall KÜS Team75 Bernhard an, wo er sich einen Porsche 911 GT3 R mit dem Porsche-Werksfahrerkollegen Kévin Estre teilt. Ein zweiter großer Name, der in Oschersleben debütieren wird, ist Timo Scheider, der DTM-Champion von 2008 und 2009. Er startet mit BMW-Motorsport-Junior Mikkel Jensen in einem BMW M6 GT3. „Ich freue mich riesig, wieder in Deutschland präsenter zu sein und meine erste Meisterschaft mit BMW  in Angriff zu nehmen.“

ADAC GT Masters Oschersleben

Lucas Luhr, der FIA-GT1-Weltmeister von 2011, debütiert ebenfalls mit einem Porsche 911 GT3 R im ADAC GT Masters. Der zweimalige Sieger des ADAC Zurich 24 Rennens startet zusammen mit Teamchef Jan-Erik Slooten für den neuen Rennstall IronForce by RING POLICE, der von YouTube-Star JP Kraemer unterstützt wird.  Auch bei den Rennfahrzeugen gibt es 2018 im ADAC GT Masters spektakuläre Neuzugänge. Seine Serienpremiere feiert erstmals wieder seit 2012 der Ferrari 488 GT3. Gefahren wird der 488 von Ex-Champion Luca Ludwig und Dominik Schwager

 

Text: ADAC Motorsport Presse / Fotos: ADAC, Jürgen C. Braun